Danny Weber
08:48 24-11-2025
© Windows Central / Microsoft
Microsoft testet die Xbox Full Screen Experience auf Windows 11: die neue Vollbild-Oberfläche für Gaming-PCs im Insider-Programm. Vorteile und was noch fehlt.
Die Xbox Full Screen Experience hält offiziell Einzug auf ganz normalen Windows‑11‑Gaming‑PCs – nur wenige Tage nach der Ankündigung von Valves Steam Machine. Microsoft testet die neue Vollbild‑Xbox‑Oberfläche in der aktuellen Windows‑11‑Insider‑Build 26220.7271, verfügbar in den Dev- und Beta-Kanälen. Für den Zugriff ist außerdem die Teilnahme am Xbox Insider PC Gaming Preview erforderlich.
Bisher war der Xbox‑Vollbildmodus auf Handhelds wie dem Lenovo Legion Go, dem Xbox Ally X und dem MSI Claw zuhause. Nun taucht er auf regulären PCs auf und verwandelt den Rechner in eine Konsolen-ähnliche Umgebung, in der die meisten Desktop‑Elemente in den Hintergrund rücken. Umgeschaltet wird über die Aufgabenansicht, die Game‑Bar‑Einstellungen oder das Kürzel Win+F11 – der Rollout erfolgt schrittweise, daher erscheint die Option nicht bei allen sofort.
Auf dem Papier wirkt das wie das lange fehlende Puzzleteil für Windows als Spieleplattform. Jahrelang wollte das System gleichzeitig Desktop, Kreativstudio und Gaming‑OS sein – die mühelose Schlichtheit einer Konsole blieb dennoch außer Reichweite. Valve wählte den klareren Kurs und baute Steam Deck und die neue Steam Machine konsequent rund ums Spielen, während Windows weiterhin zwischen Mehrzweck‑Erbe und dem Anspruch balanciert, für alle bequem zu sein.
Selbst mit der Full Screen Experience (FSE) bleibt Arbeit. Die Einrichtung von Windows bedeutet weiterhin Treiber, Updates für den Microsoft Store, Aktualisierungen der Xbox‑App und Hersteller‑Tools. In SteamOS ist der Ablauf einfacher: einschalten – aktualisieren – spielen. FSE legt letztlich nur die Xbox‑Oberfläche über Windows, das sich darunter wie ein reguläres Betriebssystem verhält.
Vorerst bleibt FSE im Test. Der Shell fehlt eine Bildschirmtastatur für Gamepad‑Nutzer auf Systemen ohne Touch‑Eingabe, und manche Apps benehmen sich nicht wie erwartet. Microsoft führt diese Punkte in der aktuellen Insider‑Version offiziell als bekannte Probleme auf.
Trotzdem können solche Schritte Windows spürbar näher an eine wirklich komfortable Gaming‑Plattform rücken. Falls die Neuerungen das Spielerlebnis verbessern, wird Microsoft auf Rückmeldungen angewiesen sein, um zu erkennen, was noch zu richten ist – und wohin der nächste Schritt führen sollte.