Danny Weber
13:52 06-01-2026
© L’Oréal
Auf der CES 2026 zeigt L’Oréal eine flexible LED-Gesichtsmaske und den Infrarot-Multistyler: ergonomisches Design, Sensoren und ML, geplanter Marktstart 2027.
Auf der CES 2026 hat L’Oréal eine Handvoll unkonventioneller Beauty-Gadgets vorgestellt; im Mittelpunkt stand eine flexible LED-Gesichtsmaske. Sie wirkt wie eine dünne zweite Haut. Anders als die starren Varianten mancher Wettbewerber besteht diese Maske aus ultradünnem Silikon, das sich eng anlegt und den Konturen folgt – ein Hinweis auf einen spürbar bequemeren Sitz.
Nach Unternehmensangaben handelt es sich noch um einen Prototyp, entwickelt gemeinsam mit den LED‑Spezialisten von iSmart. In der transparenten Basis sitzt ein hautverträglicher Mikrochip, der rotes Licht bei 630 nm und Nahinfrarot bei 830 nm präzise steuert. Eine Anwendung dauert 10 Minuten und startet automatisch. Der Marktstart ist für 2027 vorgesehen; das Produkt soll im Premiumsegment angesiedelt sein, preislich jedoch unter der absoluten Spitze bleiben.
Neben den LED‑Masken zeigte L’Oréal auch ein neues Haarstyling‑Tool, den Light Straight + Multi‑styler. Er arbeitet mit Infrarotlicht zur Erwärmung, sodass sich Haare bei niedrigeren Temperaturen glätten lassen. Laut Hersteller überschreiten die Glasplatten des Geräts 160 Grad Celsius nicht. Das soll das Risiko von Keratinschäden und Haarbruch verringern, zugleich das Styling beschleunigen und für ein glatteres Finish sorgen – ein reizvolles Versprechen für alle, die große Hitze meiden.
Zudem heißt es bei L’Oréal, die Infrarotstrahlung dringe in das Haar ein und helfe, Wasserstoffbrücken neu zu ordnen, während integrierte Sensoren und Machine‑Learning‑Algorithmen sich den Bewegungen der Nutzerin oder des Nutzers anpassten. Auch dieses Gerät wird frühestens 2027 erwartet; Preis und vollständige Spezifikationen bleiben offen. Insgesamt wirkt es, als setze die Marke auf smarte Automatisierung, um verlässliche Ergebnisse ohne großes Know-how zu ermöglichen.
Darüber hinaus betont das Unternehmen einen größeren Plan: ein Ökosystem aus Geräten und Kosmetikprodukten, die ineinandergreifen – darunter Seren, die die Effekte der Lichttherapie unterstützen und Austrocknung der Haut vorbeugen sollen. Die Stoßrichtung legt nahe, dass die Hardware von Anfang an mit abgestimmten Formeln verknüpft wird.