Danny Weber
17:20 06-01-2026
© RusPhotoBank
CES 2026: AMD zeigt Ryzen AI Max+ 392 und 388. Strix Halo mit RDNA‑3.5‑iGPU (40 CUs, 60 TFLOPS) und XDNA‑2‑NPU; Benchmarks zeigen Vorteile vs M5 und DGX Spark.
Auf der CES 2026 hat AMD die Ryzen AI Max+ 392 und Max+ 388 vorgestellt und damit die Strix‑Halo‑Familie erweitert. Zielgruppe sind leistungsstarke Notebooks und kompakte PCs, die ohne dedizierte Grafikkarte auskommen.
Strix Halo war ein Jahr zuvor gestartet und richtet sich an schlanke, leichte Geräte, die dennoch ernstzunehmende Rechenleistung brauchen. Die Plattform kombiniert eine Multicore‑CPU, integrierte Radeon‑Grafik auf Basis von RDNA 3.5 und einen XDNA‑2‑Neuronprozessor mit bis zu 50 TOPS; alle Komponenten greifen auf einen gemeinsamen Speicherpool zu.
Bislang führte der 16‑kernige Ryzen AI Max+ 395 das Line-up an, flankiert vom 12‑Kern‑Max 390 und dem 8‑Kern‑Max 385. Diese APUs stecken bereits in Geräten wie dem HP ZBook Ultra G1a, dem Asus ROG Flow Z13 sowie in diversen Mini‑PCs.
Die neuen Ryzen AI Max+ 392 und 388 knüpfen daran an, bringen jedoch eine deutlich stärkere Grafikeinheit mit. Beide tragen eine integrierte RDNA‑3.5‑GPU mit 40 Compute Units, die laut AMD bis zu 60 TFLOPS liefern kann. Auf dem Papier ist das eine ambitionierte Marke für eine iGPU.
Bei den CPU‑Konfigurationen gibt es keine großen Umbrüche: Der Ryzen AI Max+ 392 bleibt bei 12 Kernen und 24 Threads mit Boost‑Takt bis zu 5 GHz, der Max+ 388 kommt mit 8 Kernen und 16 Threads. Auch die XDNA‑2‑NPU bleibt unverändert und konzentriert sich weiterhin auf KI‑Aufgaben direkt auf dem Gerät.
Auf der Messe teilte AMD zudem eigene Benchmarks. Demnach lagen Strix‑Halo‑Systeme bei der KI‑Effizienz vor Nvidias DGX Spark – sowohl gemessen an Leistung über die Zeit als auch beim Preis‑Leistungs‑Verhältnis. In ausgewählten KI‑, Multitasking‑ und Gaming‑Szenarien habe Strix Halo außerdem Vorteile gegenüber dem neuesten MacBook Pro mit Apples M5‑Prozessor gezeigt. Solche Aussagen brauchen erfahrungsgemäß unabhängige Bestätigungen und dürften entsprechend genau geprüft werden.
Mit Rückenwind von OEM‑Partnern und Mini‑PC‑Herstellern will AMD Strix Halo aus der Nische holen und im breiteren Markt für Profis und Enthusiasten verankern.