Danny Weber
11:42 08-01-2026
© Lenovo
Auf der CES 2026 zeigt Lenovo das Legion Pro Rollable: ein Gaming-Laptop mit ausrollbarem Ultraweitbild‑OLED bis 24 Zoll, smarten Modi und High‑End‑Hardware.
Lenovo hat womöglich gerade das unkonventionellste Gaming-Gerät seit Jahren gezeigt. Auf der CES 2026 präsentierte das Unternehmen das Konzept Legion Pro Rollable – den ersten Gaming-Laptop mit ausrollbarem Ultraweitbild-OLED. Während sich das ThinkBook Plus Rollable in die Höhe streckte, fährt dieser Prototyp zur Seite aus und verwandelt ein klassisches 16‑Zoll-Panel in 21,5 oder sogar 24 Zoll.
Der Clou ist ein zweimotoriges Spannsystem, das den Bildschirm fast lautlos ausfährt und das OLED plan hält. Laut Lenovo mindert der Aufbau Vibrationen, Spiegelungen und Knitterfalten – Probleme, mit denen frühe Rollable-Displays zu kämpfen hatten. Gerade bei einem Gaming-Laptop ist das entscheidend: Sobald die Action anzieht, fällt jede Verzerrung sofort auf; der Ansatz wirkt darauf ausgelegt, das Bild sauber zu halten.
Eingefahren verhält sich das Legion Pro Rollable wie ein gewöhnlicher 16‑Zoll-Laptop – Lenovo nennt das Focus Mode. Fährt man das Panel teilweise aus, entsteht der Tactical Mode mit 21,5 Zoll; er soll das periphere Sehen schulen und die Abstimmung im Team erleichtern. Ganz ausgefahren erreicht das Gerät im Arena Mode 24 Zoll; das Unternehmen sieht darin einen Ersatz für einen separaten Ultraweitbild-Monitor – ein kompletter Arbeitsplatz für E‑Sportler unterwegs.
Unter der Haube hält das Konzept mit Lenovos Top-Gaming-Rechnern Schritt. Die Basis bildet eine Plattform auf Niveau des Legion Pro 7i mit leistungsstarken Intel‑Core‑Ultra‑Prozessoren und Grafikkarten bis hin zu einer mobilen RTX 5090. Dennoch bleibt es ein Konzept: Weder Zeitplan noch Preis stehen fest, auch wenn Lenovos Erfahrung mit dem ThinkBook Rollable darauf hindeutet, dass solche Ideen oft in den Handel finden.
Sollte die Technik in die Massenfertigung kommen, könnten ausrollbare Displays das fehlende Puzzleteil für Spieler sein, die mehr Bildschirmfläche wollen, ohne einen zusätzlichen Monitor mitzuschleppen. Das Versprechen ist klar: große Leinwand, wenn sie gebraucht wird, kompakte Mobilität, wenn nicht – ein Kompromiss, der nur schwer von der Hand zu weisen ist.