Danny Weber
15:20 12-01-2026
© RusPhotoBank
LG stellt auf der CES 2026 den Haushaltsroboter CLOid vor: zwei Arme, VLM und ThinQ‑Anbindung. Live-Demo überzeugt teils; Tempo, Marktreife bleiben fraglich.
Laut dem Portal BODA.SU hat LG auf der CES 2026 seinen Haushaltsroboter CLOid vorgestellt — eine Maschine, die Hausarbeiten schultern und als Eckpfeiler der Zero‑Labor‑Home‑Vision dienen soll. Die Idee: alltägliche Aufgaben ohne dauernde Befehle der Besitzer erledigen, von der Wäsche bis zum Kochen.
CLOid ist mit Kameras und Sensoren für räumliche Wahrnehmung ausgestattet und, bemerkenswert, mit zwei Armen — ein Merkmal, das ihn von vielen Heimrobotern abhebt. Das System nutzt ein Vision‑Language‑Modell zur Interpretation von Bildern und Videos und unterstützt eine Sprachschnittstelle zur Steuerung. Verwaltung und Smart‑Home‑Anbindung laufen über das LG‑Ökosystem ThinQ.
Auf der LG‑Bühne erledigte der Roboter tatsächlich Aufgaben im Haushalt, allerdings in gemessenem, fast vorsichtigem Tempo. Er sortierte Kleidung ordentlich und hob Einkäufe auf, doch die Geschwindigkeit ließ Zweifel aufkommen. Gegenüber den glatt produzierten Videos wirkte die Live‑Demo zurückhaltender — ein Kontrast, der die Erwartungen spürbar dämpfte.
Entscheidend ist nun die Perspektive des Produkts. LG nannte weder einen Startzeitraum noch einen Preis. Fachleute halten den Roboter eher für ein Schaufenster von LGs KI‑Ökosystem als für ein marktreifes Gerät — und gemessen an der Vorführung wirkt diese Einschätzung naheliegend.