iOS 26.3 Beta 2: Hinweise auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS

Danny Weber

19:28 13-01-2026

© RusPhotoBank

iOS 26.3 Beta 2 deutet auf RCS mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung hin. Ein neuer Betreiber-Parameter erscheint bei französischen Netzen – Start rückt näher.

Apple rückt offenbar näher daran, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten einzuführen. Hinweise in iOS 26.3 Beta 2 deuten auf eine bevorstehende Unterstützung für E2EE hin – etwas, das das Unternehmen bereits im März des vergangenen Jahres in Aussicht gestellt hatte, nachdem die GSM Association den entsprechenden Standard gebilligt hatte. Seitdem blieb Apple Details schuldig, doch die jüngsten Betas lassen auf konkrete Fortschritte schließen.

Der Forscher Tiino-X83 entdeckte einen neuen Parameter in den Netzbetreiber-Bundle-Einstellungen, der die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten auf Ebene des Providers aktivieren oder deaktivieren kann. Bemerkenswert: Der Code taucht derzeit nur bei Frankreichs vier großen Anbietern auf — Bouygues, Orange, SFR und Free. Für Betreiber in anderen untersuchten Ländern wurde bislang kein entsprechender Eintrag gefunden.

Nach den Vorgaben der GSMA müssen RCS-Clients standardmäßig Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verwenden, sofern dies nicht durch lokales Recht ausdrücklich untersagt ist. Die Entscheidung trifft der Netzbetreiber oder der Client-Anbieter marktweit, nicht einzelne Nutzer; und ist die Verschlüsselung deaktiviert, müssen Anwender darüber informiert werden. Sämtliche Nutzer-Nachrichten – mit Ausnahme der Tippanzeigen – sind verschlüsselt zu übertragen, zudem muss der Verschlüsselungsstatus in der Oberfläche eindeutig kenntlich sein.

Der neu entdeckte Parameter in iOS 26.3 dürfte dazu dienen, diese Vorgaben abzubilden und regionale Unterschiede im Regelwerk zu berücksichtigen. Sicher ist nicht, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS bereits mit der öffentlichen Version von iOS 26.3 startet – womöglich schafft Apple zunächst die technische Basis für ein späteres Update. Dennoch legt das Auftauchen des Codes in der Beta nahe, dass die lange erwartete Funktion in Reichweite ist. Es wirkt immer mehr wie eine Frage des Wann, nicht des Ob.