Nothing präsentiert innovatives Smartphone-Konzept für Streamer

Danny Weber

22:45 16-01-2026

© YouTube / Nothing

Entdecken Sie das Nothing-Konzepttelefon mit Dreifach-Display, modularer Bauweise und robustem Kevlar-Gehäuse, inspiriert von IShowSpeed. Ideal für Streamer und Gaming.

Nothing hat eines der kühnsten und teuersten Smartphone-Konzepte seiner Geschichte vorgestellt. Inspiriert von der Idee des beliebten Streamers IShowSpeed, verwandelte die Marke einen Fanvorschlag in ein detailliertes Konzept mit einem Dreifach-Display-Design, modularer Bauweise und einem Kevlar-Gehäuse. Es handelt sich nicht um eine Produktankündigung, sondern um ein Ingenieursexperiment – dennoch erreicht das Projekt einen Umfang, der mit echten Top-Geräten mithalten kann.

Das Konzepttelefon nutzt ein dreifaltiges Format mit drei separaten Bildschirmen. Dieser Ansatz richtet sich gezielt an Streamer: Ein Display kann für den Chat genutzt werden, ein weiteres für Inhalte oder Gaming und ein drittes für Metriken und Stream-Steuerung. Ein Bildschirm ist abnehmbar und kann autonom arbeiten, etwa als eigenständige Kamera für Livestreams. Die Rückseite verfügt über einen Magnetring zum Anbringen zusätzlicher Objektive.

Besonderen Wert legte Nothing auf Robustheit. Ein Display ist mit Saphirglas geschützt, die Ecken bestehen aus thermoplastischem Elastomer – einem Material, das in militärischer Ausrüstung zur Stoßdämpfung eingesetzt wird – und das Gehäuse besteht aus Kevlar, das mit hitzebeständigem Epoxidharz versetzt ist. Diese Materialwahl soll das faltbare Gerät besonders widerstandsfähig gegen Stürze, Verformungen und sogar Feuer machen, eine Anspielung auf IShowSpeeds exzentrischen Stil.

In puncto Hardware ist das Konzept ebenso extrem. Es sieht zwei Snapdragon-8-Elite-Prozessoren, drei Akkus und zwei Titan-Scharniere vor. Die reinen Komponentenkosten werden auf etwa 1.838 US-Dollar geschätzt, doch das ist nur ein Bruchteil der Gesamtsumme. Nothing rechnet damit, dass die Entwicklung der Plattform rund 50 Millionen Dollar kosten würde, zusätzlich 5 Millionen Dollar für die modulare Kamera.

Trotz der astronomischen Kosten und ohne Produktionspläne gibt das Projekt einen Einblick, wie Nischen-Smartphones der Zukunft aussehen könnten – Geräte, die auf spezifische Anwendungsfälle zugeschnitten sind, nicht auf den Massenmarkt. Damit zeigt Nothing einmal mehr seine Bereitschaft, auch die kühnsten Ideen zu experimentieren und zu entwickeln, wenn auch vorerst nur als Konzept.