Festplattenpreise steigen weiter: 46% Anstieg in vier Monaten

Danny Weber

13:25 17-01-2026

© A. Krivonosov

Die Preise für Festplatten sind in den letzten vier Monaten um durchschnittlich 46% gestiegen, angetrieben durch massive Nachfrage von Cloud-Unternehmen und KI-Datenspeicherung. Erfahren Sie mehr über die Ursachen und Prognosen.

Die Preise für Festplatten steigen weiter: In den letzten vier Monaten sind die Kosten laut ComputerBase im Durchschnitt um 46% gestiegen. Analysten verfolgten 12 der beliebtesten HDD-Modelle auf dem europäischen Markt und verzeichneten Anstiege zwischen 23% und 66%. Der geringste Preisanstieg betraf die Seagate IronWolf Pro NAS HDD + Rescue 16 TB, während der höchste bei der Toshiba Cloud Scale Capacity MG10F AFA 22 TB zu verzeichnen war.

Dieses Wachstum ist nicht auf Komponentenknappheit oder Halbleiter zurückzuführen: Die Magnetplatten bestehen aus leicht verfügbaren Materialien, und Silizium wird nur in Controllern verwendet. Der Haupttreiber ist die massive Nachfrage großer US-Cloud-Unternehmen und Hyperscale-Rechenzentren. Sie kaufen aktiv leistungsstarke HDDs für die Datenspeicherung, einschließlich KI- und Analyselast, bei denen Geschwindigkeit keine entscheidende Rolle spielt.

Bereits im Dezember berichtete DigiTimes, dass die Vertragspreise für HDDs im vierten Quartal 2025 um etwa 4% stiegen, was den größten quartalsweisen Anstieg in zwei Jahren darstellt. Diese schrittweisen Erhöhungen haben sich summiert und letztlich zu dem fast 50-prozentigen Gesamtanstieg beigetragen.

Heute sind Festplatten nicht nur für Videoüberwachung und Backups gefragt, sondern auch für die Speicherung riesiger KI-Datensätze, wo SSDs weniger bevorzugt werden. Hersteller melden eine nahezu vollständige Kapazitätsauslastung, und Experten warnen, dass die starke Nachfrage die Preise noch mehrere Monate auf dem aktuellen Niveau halten könnte.