Danny Weber
16:51 18-01-2026
© E. Vartanyan
Ein Sicherheitsupdate für Windows 11 verhindert das Herunterfahren und Ruhezustand. Hier erfahren Sie die Ursache, betroffene Versionen und eine sichere Problemumgehung.
Ein seltsamer Bug im Sicherheitsupdate von Windows 11 vom Januar 2026 verhindert, dass Nutzer ihre Computer herunterfahren oder in den Ruhemodus versetzen können. Nach der Installation von Update KB5073455 führt der Versuch, das Gerät auszuschalten oder in den Ruhezustand zu versetzen, stattdessen zu einem unerwarteten Neustart.
Microsoft hat das Problem bestätigt. Es betrifft demnach nur Windows 11 Enterprise und IoT-Versionen auf Geräten mit aktiviertem Secure Launch. Secure Launch ist ein Mechanismus, der den Startvorgang vor Angriffen auf Firmware-Ebene schützt.
Bis das Unternehmen eine Lösung bereitstellt, gibt es eine vorübergehende Problemumgehung: Nutzer können über die Befehlszeile herunterfahren. Dazu öffnen sie das Startmenü, geben CMD ein und drücken die Eingabetaste. Anschließend geben sie den Befehl shutdown /s /t 0 ein und bestätigen erneut mit der Eingabetaste.
Diese Methode ist sicherer als ein erzwungener Shutdown durch langes Drücken des Netzschalters, was Datenverlust oder Dateibeschädigungen riskiert. Für den Ruhezustand gibt es derzeit jedoch keine zuverlässige Alternative, da der Befehl shutdown /h möglicherweise nicht funktioniert.
Das Januar-Update-Paket verursacht zudem Verbindungsprobleme mit Cloud-Diensten. Einige Nutzer können sich nicht bei Azure Virtual Desktop authentifizieren oder über die Windows-App auf Windows 365 zugreifen. Microsoft schlägt vorübergehende Lösungen vor: Für Azure Virtual Desktop soll der Remote Desktop Client genutzt werden, für Windows 365 die Web-Version der Windows-App.
Nutzer berichten, dass Windows-Fehler in letzter Zeit häufiger auftreten. Einige erinnern sich an Windows 7 als stabilere Zeit. Es gibt Spekulationen, dass die aktive Integration von Copilot in die Systementwicklung ein Faktor sein könnte, was jedoch offiziell nicht bestätigt ist. Microsoft setzt seine Untersuchungen fort und verspricht eine endgültige Lösung in Kürze.