Danny Weber
13:09 19-01-2026
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AMD priorisiert den Verkauf der Radeon RX 9070 XT, um DRAM-Kostensteigerungen auszugleichen. Die Karte behält 16 GB Speicher und bietet Flexibilität im Preissegment.
AMD könnte den Verkauf der Radeon RX 9070 XT gegenüber der Non-XT-Version priorisieren, da es einfacher ist, bei diesem Modell die Preise angesichts steigender Speicherkosten anzupassen. Das Unternehmen sieht sich offenbar ähnlichen Herausforderungen wie NVIDIA gegenüber: DRAM-Knappheiten zwingen GPU-Hersteller dazu, sich auf höhermargige Modelle zu konzentrieren, um Komponentenpreiserhöhungen auszugleichen.
AMD konzentriert sich derzeit auf die RX 9070 XT, weil diese aufgrund besserer Leistung bereits einen höheren Preis erzielt, während sie die gleiche 16-GB-Speicherkapazität beibehält. Die Non-XT-Version der RX 9070 hat bereits Preissenkungen erfahren, was weitere Preiserhöhungen riskant macht, ohne potenziell Nachfrage zu verlieren. Die RX 9070 XT hingegen bewegt sich weiterhin im Bereich von 650 bis 800 US-Dollar, was AMD mehr Flexibilität gibt, um DRAM-Kostensteigerungen über dieses Modell zu absorbieren.
Die RDNA-4-Serie umfasst derzeit drei Modelle mit 16 GB GDDR6, was ihnen einen Vorteil gegenüber Konkurrenten verschafft. Anhaltende Speicherpreiserhöhungen erschweren jedoch den Verkauf von Grafikkarten mit hohem Speicher zu früheren Preisen. NVIDIA verfolgt Berichten zufolge eine ähnliche Strategie, indem es möglicherweise RTX-50-Modelle mit 8 GB Speicher zusammen mit leistungsstarken 16-GB-Varianten priorisiert, während weniger profitable Optionen im Hintergrund bleiben.
Was die RX 9060 XT 16 GB betrifft, fehlen in AMDs aktueller Serie direkte Alternativen, was diese Karte für das Mittelklasse-Segment entscheidend machen könnte. Trotz Versprechen von Herstellern über Kostensenkungen zeigt die Geschichte, dass Unternehmen selten Gelegenheiten verpassen, um Gewinne zu steigern, insbesondere wenn Marktbedingungen sie in ihre vorteilhaftesten Positionen drängen.