Samsungs 2-Nanometer-Chipausbeute und Marktposition

Danny Weber

17:45 24-01-2026

© D. Novikov

Erfahren Sie mehr über Samsungs 2-Nanometer-GAA-Chipausbeute, aktuelle Zweifel und Fortschritte wie die Fabrik in Texas und Partnerschaften mit Tesla.

Samsung sieht sich erneut mit Skepsis bezüglich seines 2-Nanometer-GAA-Chipherstellungsprozesses konfrontiert. Die Investmentfirma KeyBank schätzt, dass die Ausbeute an brauchbaren Chips unter 40% liegt – eine Zahl, die deutlich von optimistischeren Branchenberichten abweicht. Analysten deuten an, dass dieses Leistungsniveau die Bemühungen des koreanischen Herstellers behindern könnte, wichtige Kunden zu gewinnen und seine angestrebte Rentabilität bis 2027 zu erreichen.

Das ergibt ein widersprüchliches Bild. Frühere Berichte deuteten darauf hin, dass Samsung die Ausbeute bei 2-nm-GAA auf etwa 50% steigern konnte, insbesondere nach der problembehafteten 3-nm-Generation, bei der Produktionsprobleme viele Kunden zu TSMC trieben. Zudem basiert der kommende Exynos 2600, Samsungs erster 2-nm-Chip, genau auf diesem Prozess und wird bereits für künftige Geräte wie das faltbare Smartphone Galaxy Z Flip 8 in Betracht gezogen.

Weitere Zuversicht rührt von Samsungs Fabrik in Taylor, Texas. Ursprünglich für die 4-nm-Produktion vorgesehen, wird die Anlage nun aktiv für 2-nm-Wafer umgerüstet. Testläufe mit ASMLs EUV-Ausrüstung sollen im März beginnen, was Samsung potenziell als echte Alternative zu TSMC positionieren könnte, dessen Kapazitäten so überlastet sind, dass Kunden angeblich bereit sind, das Doppelte für Produktionszugang zu zahlen.

In der Praxis wirken KeyBanks Zweifel vor dem Hintergrund von Berichten über Samsungs Milliarden-Dollar-Verträge, einschließlich einer Zusammenarbeit mit Tesla, noch rätselhafter. Es erscheint unwahrscheinlich, dass solche Deals mit einer kritisch niedrigen Chipausbeute abgeschlossen werden könnten. Dem Markt fehlen möglicherweise einfach aktuelle Daten zu Samsungs tatsächlichem Fortschritt, oder Investorenbewertungen sind übermäßig vorsichtig.