Smartphone-Preise steigen 2026, KI und 2-nm-Chips bringen Fortschritt

Danny Weber

02:23 30-01-2026

© A. Krivonosov

2026 werden Smartphones teurer, aber leistungsstärker dank KI und 2-nm-Chips. Erfahren Sie, wie Preiserhöhungen und Innovationen den Markt verändern.

Im Jahr 2026 werden Smartphones deutlich schneller und leistungsfähiger, doch die meisten Käufer müssen sich auf Preiserhöhungen einstellen. Laut Counterpoint Research dürften die weltweiten Auslieferungen von Mobilfunkchipsätzen um etwa 7 Prozent sinken, während die Umsätze der Hersteller weiterhin zweistellig wachsen. Die Branche steht vor einem Paradox: Es werden weniger Geräte produziert, doch diese werden teurer.

Hauptgrund dafür ist der KI-Boom und die rasch steigende Nachfrage aus Rechenzentren. Halbleiterhersteller verlagern Ressourcen, um hochmargige HBM-Speicher für Server zu produzieren, was zu einem starken Anstieg der DRAM-Preise führt. Das erschwert es Unternehmen zunehmend, erschwingliche Smartphones ohne Verluste auf den Markt zu bringen. Besonders hart trifft es das Segment unter 150 US-Dollar, das immer weniger tragfähig wird.

Gleichzeitig vollzieht der Markt den Übergang zu neuen Technologieknoten: Die Industrie wechselt von 3- auf 2-Nanometer-Prozesse. Samsung hat bereits den Exynos 2600 als weltweit ersten 2-nm-GAA-Chip vorgestellt, während Apple und Qualcomm eigene Antworten vorbereiten, um im Premiumsegment wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Unternehmen konzentrieren sich immer stärker auf teure Modelle, bei denen die Margen deutlich höher sind.

Marktführer bleibt MediaTek, der 2026 voraussichtlich etwa 34 Prozent Anteil halten wird. Qualcomm belegt mit 24,7 Prozent den zweiten Platz, Apple behauptet sich im Premiumsegment mit 18,1 Prozent, und Samsung steigert seinen Anteil schrittweise auf 12,1 Prozent, indem es eigene Prozessoren fördert. Bemerkenswert ist, dass rund jedes dritte Smartphone im Jahr 2026 über 500 US-Dollar kosten wird, was auch bei geringeren Absatzmengen mehr Profit generiert.

Für Käufer bringt das tatsächlich verbesserte Fähigkeiten: Spitzengeräte könnten bis zu 100 TOPS bei KI-Aufgaben erreichen, und die meisten Premiummodelle werden Offline-KI-Funktionen unterstützen. Im Mittelklassesegment hingegen wird KI zunehmend über die Cloud betrieben, um Kosten zu senken. Eine vollständige Erholung des Angebots am Markt ist nicht vor 2027 zu erwarten, sodass 2026 ein Jahr teurerer, aber technologisch fortschrittlicherer Smartphones wird.