Danny Weber
10:00 02-02-2026
© E. Vartanyan
Google plant Updates, um Verlagen mehr Kontrolle über KI-Suchfunktionen zu geben. Erfahren Sie, wie dies auf Druck der CMA erfolgt und Auswirkungen auf Nachrichtenseiten hat.
Google erwägt, Websites und Medienhäusern mehr Kontrolle darüber zu geben, wie ihre Inhalte in generativen KI-Suchfunktionen genutzt werden. Dieser Schritt erfolgt als Reaktion auf den Druck britischer Regulierungsbehörden, die sich um sinkende Zugriffszahlen auf Nachrichtenseiten und eine faire Nutzung von Inhalten sorgen.
Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) hat formelle Konsultationen eingeleitet, um die Auswirkungen von Googles KI-Funktionen auf den Markt zu bewerten. Der Regulator besteht darauf, dass Verlage die Möglichkeit haben sollten, ihre Inhalte aus KI-generierten Suchübersichten auszuschließen und zu verhindern, dass ihr Material zum Training spezifischer Modelle wie Gemini verwendet wird.
Google hat bestätigt, an Updates zu arbeiten, die es Websites ermöglichen werden, ihre Inhalte von generativen Suchfunktionen auszuschließen. Das Unternehmen betont, dass das Ziel darin besteht, die Servicebequemlichkeit für Nutzer aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Verlagen flexiblere Werkzeuge an die Hand zu geben, um zu steuern, wie ihr Material in KI-basierten Produkten erscheint.
Die Debatte verschärfte sich nach der Einführung von AI Overviews, die KI-generierte Zusammenfassungen oben in den Suchergebnissen anzeigen. Verlagen fehlte ein direkter Opt-out-Mechanismus, was nach ihrer Aussage zu weniger Klicks auf ihre Websites geführt hat.
Die CMA stellt fest, dass Google über 90 % des britischen Suchmaschinenmarktes hält, was dem Unternehmen erheblichen Einfluss auf die Verkehrsverteilung und Wettbewerbsbedingungen verleiht. Der Regulator befürchtet, dass diese Situation Nachrichtenorganisationen schaden könnte, die auf Suchverkehr angewiesen sind.
Google erklärt, dass jeder neue Opt-out-Mechanismus skalierbar sein und die Nutzererfahrung nicht komplizieren darf. Das Unternehmen nutzt bereits Werkzeuge wie robots.txt und Google-Extended, räumt aber ein, dass diese verbessert werden müssen, um ausreichende Kontrolle zu bieten.
Die CMA-Konsultationen werden im kommenden Jahr fortgesetzt. Google sagt, es sei bereit, mit Regulierungsbehörden und Verlagen zusammenzuarbeiten, um eine Kompromisslösung zu finden, die sowohl für den Markt als auch für die Nutzer funktioniert.