Danny Weber
00:24 23-02-2026
© RusPhotoBank
Laut Daten fehlen seit Monaten neue Treiber für den Ryzen Z1 Extreme in tragbaren Spielkonsolen. Erfahren Sie mehr über die Auswirkungen und Hintergründe.
Laut Daten der südkoreanischen Lenovo-Tochter scheint AMD die Veröffentlichung neuer Treiber für den Ryzen Z1 Extreme-Prozessor für tragbare Spielkonsolen eingestellt zu haben. Sollte sich dies bestätigen, würde die aktive SoC-Unterstützung bereits nach etwa zweieinhalb Jahren enden.
Mehrere Hinweise deuten auf das Problem hin. Nutzer auf Reddit und Besitzer von Geräten mit dem Z1 Extreme berichten, dass seit Monaten keine Treiber-Updates mehr verfügbar sind. Besonders auffällig: Für das Basismodell der ASUS ROG Ally (nicht die X-Version) stammen die neuesten Treiber vom August 2025, ohne dass seitdem neue Versionen aufgetaucht sind.
Die Lage ist komplex, weil die Treiberverteilung nicht nur bei AMD liegt, sondern auch bei Geräteherstellern wie ASUS und Lenovo. Der Z1 Extreme-Chip unterstützt einen anpassbaren thermischen Designleistungsbereich von 9 bis 30 Watt, weshalb jeder Hersteller eigene Parameter nutzt. Daher müssen Treiber für spezifische Konfigurationen zusätzlich getestet werden, bevor sie bei Nutzern landen.
Lenovo rät offiziell davon ab, Treiber von anderen Geräten wie dem Legion Go S zu installieren. Solche Aktionen können zu Systeminstabilität und anderen Problemen führen, da Treiber nicht plattformübergreifend universell sind.
Vor diesem Hintergrund fällt der Kontrast zum neueren Ryzen Z2 Extreme besonders ins Auge, denn für diesen Chip laufen Treiber-Updates weiterhin normal. Weder AMD noch die Hersteller tragbare Konsolen haben offizielle Erklärungen geliefert, was Z1 Extreme-Nutzer in der Schwebe lässt.