Danny Weber
12:16 27-08-2025
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AMD RDNA5 zielt auf Gamer und KI: AT0 mit 96 Compute Units, 512-Bit-Bus und neuem Speicherdesign. Vergleich mit NVIDIA, AT2/AT3-Details und mobile Perspektiven.
AMD bereitet eines der umfassendsten Updates seiner Radeon-Reihe vor: die Architektur RDNA5, die manche Insider bereits UDNA nennen. Analyst Kepler zufolge geht RDNA5 deutlich über RDNA4 hinaus: Während RDNA4 auf Mittel- und Oberklasse setzte und weder integrierte noch mobile Versionen vorsah, richtet sich die neue Generation zugleich an Gamer und an KI – und markiert damit die ambitionierteste Offensive von AMD seit Jahren.
Eine der Spitzenvarianten der Serie, die GPU AT0, soll 96 Compute Units mitbringen, organisiert in acht Arrays zu je zwölf. Diese Struktur verspricht einen kräftigen Leistungssprung und könnte AMD näher an NVIDIAs Segment heranführen, wo AD102 und GB202 bei roher Leistung und Speicherkapazität weiterhin den Ton angeben. Darunter skaliert das Line-up entsprechend: AT2 soll bis zu 40 Einheiten mit einem 192-Bit-Speicherinterface bieten, während AT3 auf 24 Compute Units und Unterstützung für LPDDR5X setzt.
Im Fokus steht der Speicher: Für AT0 ist ein 512-Bit-Bus im Gespräch, der enorme Bandbreite in Aussicht stellt. Jeder Shader-Block integriert ein Render-Backend, eine Grafik-Engine und einen L2-Cache. Auffällig ist zudem, dass AT3 und AT4 mit mehr Speichercontrollern geplant sind – gekoppelt an die LPDDR5X-Unterstützung und, potenziell, mehr Flexibilität in mobilen Geräten.
Die Spezifikationen sind noch nicht final, AMD hat bislang kein Testsilizium gefertigt; entsprechend sind die Angaben vorläufig. Gleichwohl deutet die Richtung darauf hin, dass RDNA5 zum Wendepunkt werden könnte: oben die Lücke zu verkleinern und zugleich neue Wege für KI zu öffnen. Unterm Strich wirkt das wie ein entschlossener Vorstoß, das Momentum dort zurückzuholen, wo es am meisten zählt.