Danny Weber
01:40 11-04-2026
© A. Krivonosov
Der PC-Markt wuchs 2026 um 3,2 %, angetrieben durch Laptops und Desktops. Erfahren Sie mehr über regionale Trends, Marktführer und zukünftige Herausforderungen.
Der globale PC-Markt verzeichnete im ersten Quartal 2026 ein moderates Wachstum, trotz zunehmender Lieferkettenprobleme und steigender Komponentenkosten. Laut der Analysefirma Omdia stiegen die PC-Auslieferungen um 3,2 Prozent im Jahresvergleich auf 64,8 Millionen Einheiten.
Laptops, einschließlich mobiler Workstations, trieben dieses Wachstum an, wobei die Auslieferungen um 2,6 Prozent auf 50,8 Millionen Einheiten zunahmen. Desktops zeigten eine noch stärkere Dynamik mit einem Anstieg von 5,4 Prozent auf 14 Millionen Einheiten. Analysten nennen als Schlüsselfaktoren beschleunigte Käufe vor erwarteten Preiserhöhungen für Komponenten, den laufenden Übergang von Windows 10 zu neueren Versionen und eine Welle neuer Gerätevorstellungen im Frühjahr.
Allerdings warnen Analysten, dass dieser Aufschwung den Höhepunkt für 2026 darstellen könnte. Ab dem zweiten Quartal werden deutliche Preiserhöhungen für Speicher und Speichermedien erwartet, die die Margen der Hersteller belasten werden. Zusätzlicher Druck kommt von steigenden Prozessorkosten – Intel und AMD prognostizieren Erhöhungen von 10 bis 25 Prozent. Die Situation wird durch die hohe Nachfrage von KI-Rechenzentren verschärft, die Ressourcen aggressiv beanspruchen und den Konsumentenmarkt verdrängen.
Die regionale Performance ist ungleichmäßig. In Nordamerika haben Händler bereits Vorräte vor den Preiserhöhungen aufgebaut, während in Japan der Markt aufgrund einer hohen Basis vom Vorjahr und Lieferproblemen, insbesondere im Bildungssektor, an Schwung verliert. Reduzierte staatliche Unterstützung für Bildung könnte die Nachfrage 2026 weiter dämpfen.
Lenovo bleibt Marktführer und steigerte die Auslieferungen um 8,7 Prozent auf 16,5 Millionen Einheiten, was einem Marktanteil von über 25 Prozent entspricht. HP hielt sich auf Platz zwei, verzeichnete jedoch einen Rückgang der Auslieferungen um 4,9 Prozent auf 12,1 Millionen. Dell wuchs um 7,8 Prozent und erreichte 10,3 Millionen Einheiten. Apple erhöhte die Auslieferungen um 5,4 Prozent, angetrieben durch die Nachfrage nach dem MacBook Air und dem neuen MacBook Neo, und sicherte sich etwa 11 Prozent des Marktes. ASUS verzeichnete ebenfalls zweistelliges Wachstum mit 4,6 Millionen Einheiten und einem Marktanteil von 7,1 Prozent.