Danny Weber
08:37 11-04-2026
© A. Krivonosov
Tests zeigen: Der ältere Ryzen 7 7735HS übertrifft den neuen Ryzen AI 7 445 in Multi-Thread-Workloads, während der neue Chip bei Single-Thread und Effizienz glänzt. Erfahren Sie mehr.
Die neuen Ryzen-AI-400-Serie-Prozessoren von AMD sind zwar bereits auf dem Markt, doch ältere AMD-Chips können sich gegen moderne Lösungen durchaus behaupten. Jüngste Tests zeigen, dass der dreijährige Ryzen 7 7735HS, der auf der Zen-3-Architektur basiert, den neuen Ryzen AI 7 445 mit Zen-5-Architektur in bestimmten Aufgaben übertreffen kann.
Vergleichs-Benchmarks belegen, dass der ältere Prozessor bei Multi-Thread-Workloads die Nase vorn hat. In Tests wie Cinebench und 7-Zip schlägt der Ryzen 7 7735HS seinen Konkurrenten um etwa 10 bis 15 Prozent. Dieser Vorteil rührt von seiner höheren Kernanzahl her – acht gegenüber sechs beim Ryzen AI 7 445 –, was sich bei ressourcenintensiven Anwendungen als vorteilhaft erweist.
Allerdings holt der neue Chip bei Single-Thread-Leistung und spezialisierten Aufgaben wieder deutlich auf. In Geekbench-Tests sowie bei Video-Encoding oder -Decoding liefert der Ryzen AI 7 445 dank der architektonischen Verbesserungen von Zen 5 bessere Ergebnisse.
Die zentralen Stärken des neueren Prozessors bleiben jedoch seine Energieeffizienz und der integrierte Neural-Processing-Unit. In Gaming-Szenarien wie Cyberpunk 2077 verbraucht ein System mit dem Ryzen AI 7 445 bei vergleichbarer Leistung etwa 35 Prozent weniger Strom.
Insgesamt erweist sich der Ryzen AI 7 445 trotz der überraschend starken Leistung des älteren Ryzen 7 7735HS bei Multi-Thread-Aufgaben als die vielseitigere Option. Er eignet sich besser für den Alltagseinsatz, Multimedia und KI-gestützte Anwendungen und bietet eine ausgewogenere Mischung aus Leistung und Effizienz.