Danny Weber
TSMC treibt die Entwicklung von Prozessoren unter 1 Nanometer voran, mit A14-Prozess ab 2028. Mehr Leistung und Energieeffizienz für KI und Geräte wie MacBooks.
TSMC treibt die Entwicklung immer kompakterer und effizienterer Prozessoren weiter voran. Der Hersteller denkt bereits über den Wechsel zu Fertigungsprozessen unter 1 Nanometer nach, während die Branche noch auf die breite Einführung von 2-Nanometer-Lösungen vorbereitet ist.
Ersten Hinweisen zufolge wird der erste Schritt die Einführung eines 1,4-Nanometer-Prozesses mit der Bezeichnung A14 sein, dessen Massenproduktion etwa 2028 starten könnte. Dieser Fertigungsknoten soll eine deutliche Steigerung der Leistung und Energieeffizienz bringen – etwa 30 Prozent im Vergleich zu vorherigen Generationen.
Der nächste Schritt wäre der Übergang zu Sub-Nanometer-Lösungen. Die Versuchsproduktion solcher Chips könnte um 2029 beginnen, wobei die anfängliche Kapazität auf etwa 5.000 Wafer pro Monat begrenzt sein wird – ein deutliches Zeichen für eine Testphase.
Um diese Pläne zu verwirklichen, will TSMC seine Produktionsstätten in Tainan nutzen, sowohl neue als auch bestehende Fabriken. Diese Entwicklung entspricht der wachsenden Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz und Hochleistungsrechnen, wo selbst kleinere Verbesserungen erhebliche Vorteile bringen können.
Apple gehört traditionell zu den ersten Kunden für neue Fertigungsprozesse. Sollten diese Pläne Realität werden, könnten Geräte wie MacBooks bis zum Ende des Jahrzehnts Chips der nächsten Generation mit noch größerer Effizienz erhalten. Allerdings bleibt der Wechsel zu Prozessen unter 1 Nanometer eine erhebliche technologische Herausforderung. Das Unternehmen muss Probleme im Zusammenhang mit Ausbeuteraten, Lithografie-Komplexitäten und effektiver Wärmeableitung lösen.
Trotz des ambitionierten Zeitplans sind Verzögerungen möglich – solche Projekte stoßen oft auf Rückschläge. Dennoch würde ein Erfolg einen wichtigen Meilenstein für die Halbleiterindustrie bedeuten und den Weg für leistungsfähigere und energieeffizientere Geräte ebnen.
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