Danny Weber
08:40 21-04-2026
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Microsoft bestätigt BitLocker-Fehler im Windows 11 April-Update (KB5083769) für bestimmte Konfigurationen. Erfahren Sie, welche Systeme betroffen sind und wie Sie das Problem beheben können.
Microsoft hat ein Problem mit dem April-Update für Windows 11 (KB5083769) bestätigt, das auf einigen Computern unerwartet den BitLocker-Wiederherstellungsmodus auslösen kann.
Der Fehler betrifft nicht alle Nutzer, sondern nur bestimmte Konfigurationen. Insbesondere Systeme mit aktiviertem BitLocker und einer speziellen Gruppenrichtlinie zur TPM-Plattformvalidierung über PCR7 sind betroffen. Microsoft hat diese Konfiguration bereits als "nicht empfohlen" eingestuft.
Zudem müssen weitere Bedingungen zusammenkommen: ein bestimmter Secure-Boot-Zustand, das Vorhandensein des Windows-UEFI-CA-2023-Zertifikats in der Signaturdatenbank und das Fehlen eines entsprechenden Bootloaders, der dieses Zertifikat unterstützt. Nur mit dieser exakten Kombination kann das System in den Wiederherstellungsmodus wechseln und den BitLocker-Schlüssel anfordern.
Der Fehler tritt typischerweise nur einmal auf – nach dem ersten Wiederherstellungsstart wiederholt er sich in der Regel nicht. Daher betrifft das Problem vor allem Unternehmensgeräte mit konfigurierten Sicherheitsrichtlinien, während normale Anwender kaum damit konfrontiert werden.
Als vorübergehende Lösung empfiehlt Microsoft Administratoren, die problematischen Gruppenrichtlinieneinstellungen vor der Installation des Updates anzupassen. Alternativ kann der Known-Issue-Rollback-Mechanismus (KIR) genutzt werden, um die fehlerhaften Änderungen rückgängig zu machen.
Das Unternehmen arbeitet bereits an einer Behebung, betont aber, dass die Situation nicht weit verbreitet ist und deutlich weniger kritisch als frühere Windows-Update-Probleme.