Danny Weber
04:57 24-04-2026
© D. Novikov
Elon Musks TeraFab-Projekt plant, Intels fortschrittliche 14A-Fertigungstechnologie für KI-Chips zu nutzen. Tesla und SpaceX übernehmen unterschiedliche Rollen im Ökosystem.
Elon Musk hat angekündigt, dass sein Projekt TeraFab beabsichtigt, die Intel-Fertigungstechnologie 14A für die Produktion von KI-Chips zu nutzen. Seiner Einschätzung nach wird dieses Verfahren bis zum Ende des Jahrzehnts – wenn TeraFabs eigene Anlagen in Betrieb gehen – ausgereift genug für den industriellen Einsatz sein.
Musk erklärte, dass TeraFab die 14A-Technologie als optimale Lösung betrachte und auf eine Zusammenarbeit mit Intel setze. Die Details eines möglichen Lizenzvertrags seien jedoch noch nicht bekannt. Er betonte zudem seinen Respekt für Intels Führung und das neue Team, was auf eine mögliche Partnerschaft hindeute.
In einer Telefonkonferenz mit Analysten und Investoren sagte der Tesla-CEO, dass TeraFab den Intel 14A-Prozess nutzen wolle – den modernsten, aber noch nicht vollständig ausgereiften. Wenn TeraFab die nächste Stufe erreiche, sollte dieses Verfahren ausreichend entwickelt und einsatzbereit sein. 14A erscheine als die richtige Wahl, und TeraFab pflege ausgezeichnete Beziehungen zu Intel, respektiere dessen CEO, CTO und das neue Team.
Die Rollen im künftigen Ökosystem sind bereits definiert: Tesla wird die Pilotfertigungslinie aufbauen und betreiben, während SpaceX für die großvolumige Massenproduktion zuständig sein wird. In naher Zukunft plant Tesla den Bau eines Forschungs-Fabs in Texas, mit Kosten von rund 3 Milliarden US-Dollar. Diese Anlage soll mehrere tausend Wafer pro Monat verarbeiten können und dazu dienen, neue Ideen und Technologien unter realistischen Produktionsbedingungen zu testen.
Der vollständige Übergang zur Massenproduktion erfordert den Bau einer separaten Großanlage, die wahrscheinlich von SpaceX betreut wird. Die Koordination zwischen den Unternehmen könnte jedoch schwierig sein, da Entscheidungen abgestimmt und Interessenkonflikte geprüft werden müssen – was den Fortschritt des Projekts verlangsamen könnte.
Die Lizenzierung bestehender Technologie gilt als Weg, um die Produktion zu beschleunigen, da die Entwicklung eines eigenen Verfahrens bis zu einem Jahrzehnt dauern kann. Solche Praktiken sind in der Branche nicht neu: So hat etwa GlobalFoundries bereits Technologie von Samsung lizenziert, und Rapidus lizenzierte IBM-Entwicklungen.
Trotzdem bleibt eine zentrale Frage: Wie realistisch ist es, ein Spitzenverfahren wie 1,4 nm an Drittanbieter-Fabs anzupassen, wenn dessen Komplexität im Vergleich zu älteren Knoten deutlich höher ist.