Google Tensor G6: Neue Details zu CPU, GPU und Sicherheitschip

Danny Weber

04:02 30-04-2026

© B. Naumkin

Gerüchte um Googles Tensor G6: Fünfjährige PowerVR-GPU, moderne ARM-Kerne und Fokus auf KI. Wird der Chip ein Kompromiss aus Leistung und Kosten?

Im Netz sind neue Details zu Googles kommendem Tensor G6-Prozessor aufgetaucht – und sie werfen Fragen auf. Insidern zufolge könnte der Chip eine PowerVR-CXT-48-1536-GPU nutzen, die bereits 2021 eingeführt wurde. Das bedeutet, die Technik wäre effektiv fünf Jahre alt.

Dieser Schritt überrascht, zumal Google offenbar auf der CPU-Seite modernisiert. Der Tensor G6 soll moderne ARM C1 Ultra- und C1 Pro-Kerne erhalten, mit einem einzigen Hochleistungskern, der mit rund 4,11 GHz taktet. Die Architektur könnte zudem vom üblichen Achtkern-Design auf eine 1+4+2-Konfiguration mit insgesamt sieben Kernen umgestellt werden.

Gerüchten zufolge dient die ältere GPU dazu, die Chipfläche zu verkleinern und die Produktionskosten zu senken. Google setzt wohl darauf, dass die neuronale Verarbeitungseinheit (NPU) eventuelle Schwächen in der Grafikleistung ausgleicht – insbesondere bei KI-Aufgaben. Der Chip soll außerdem einen neuen Titan M3-Sicherheitscoprocessor enthalten, der für Datenschutz, Verschlüsselung und biometrische Daten zuständig ist.

Google wurde bereits in der Vergangenheit dafür kritisiert, veraltete Technik in seinen Chips zu verwenden, zuletzt beim Tensor G5. Sollte sich dieser Leak bestätigen, wiederholt sich das Muster mit der nächsten Generation, die angeblich in künftigen Pixel-11-Modellen zum Einsatz kommen wird.

Noch handelt es sich um vorläufige Informationen, doch sie deuten auf einen fragwürdigen Kompromiss aus Leistung, Kosten und starker KI-Fokussierung in Googles neuen Prozessoren hin.