Danny Weber
Die AR-Brille MemoMind One verzichtet auf Kamera, punktet mit Display, Echtzeitübersetzung, Navigation und Terminerinnerungen – dezent und datenschutzfreundlich.
Immer mehr tragbare Augmented-Reality-Geräte kommen auf den Markt, doch der MemoMind One geht einen anderen Weg: Er kombiniert Minimalismus mit einer ungewöhnlichen Funktionsvielfalt. Die Brille hat ein integriertes Display, bleibt dabei aber optisch sehr dezent und ist für den Alltag gedacht.
Auffällig ist das Fehlen einer integrierten Kamera. Das schränkt zwar einige AR-Anwendungen ein, vermeidet aber Datenschutzbedenken und macht das Gerät in der Öffentlichkeit unauffälliger. So wirkt die Brille eher wie ein normales Accessoire und nicht wie ein Hightech-Gadget.
Trotzdem ist der Funktionsumfang groß. Die Brille unterstützt Echtzeitübersetzung, eine Teleprompter-ähnliche Textanzeige und eine schrittweise Navigation mit Kartenintegration. Termine und Erinnerungen erscheinen direkt vor den Augen, ohne dass man zum Smartphone greifen muss.
Das Display erreicht eine Spitzenhelligkeit von bis zu 2.000 cd/m² und bietet einen einstellbaren virtuellen Betrachtungsabstand von einem bis fünf Metern – das sorgt für mehr Komfort unter verschiedenen Bedingungen.
Die Brille ist sowohl mit Android als auch mit iOS kompatibel und lässt sich per Sprache, Gesten oder einen physischen Knopf am Rahmen steuern. Zudem können Korrekturgläser eingesetzt werden.
Der MemoMind One zeigt eine Vision, in der Augmented Reality weniger aufdringlich und natürlicher in den Alltag integriert wird.
© MemoMind