GTA VI: Leak offenbart harte Arbeitsbedingungen bei Rockstar

Danny Weber

Ein neuer Leak offenbart die harten Arbeitsbedingungen bei Rockstar Games vor dem Start von GTA VI. Überstunden, psychische Belastung und Managementkritik werden laut.

Ein kürzlich aufgetauchter Leak gibt Einblick in die Arbeitsbedingungen bei Rockstar Games, während sich das Studio auf den Start von Grand Theft Auto VI vorbereitet. In einer Bewertung auf Glassdoor heißt es, das Unternehmen setze seine Mitarbeiter massiv unter Druck, um eine weitere Verschiebung des Projekts zu verhindern.

Der Verfasser, der sich als Qualitätssicherungsanalyst aus dem Büro in Bangalore bezeichnet, schildert eine deutliche Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Aufgaben, die normalerweise Monate in Anspruch nähmen, würden in der Hälfte der Zeit durchgepeitscht, und die Arbeitstage zögen sich häufig bis spät in die Nacht. Überstunden würden zudem nicht immer vergütet.

All dies dreht sich um die Testphase eines der am heißesten erwarteten Titel der Branche – des nächsten Grand Theft Auto. Dieses Muster ist nicht neu: Schon während der Entwicklung von Red Dead Redemption 2 beklagten Mitarbeiter ähnlich belastende Arbeitszeiten und extreme Wochenarbeitsstunden.

Obwohl Rockstar Überstunden offiziell als freiwillig deklariert, setzt der aktuelle Crunch dem Team laut dem Bericht massiv zu. Die psychische Gesundheit der Belegschaft leide, und dem Management werde vorgeworfen, nicht genug zur Entlastung zu unternehmen.

Es ist legitim, die Echtheit anonymer Bewertungen infrage zu stellen. Dennoch deckt sich die Schilderung mit der Crunch-Kultur, die man vor großen Veröffentlichungen von großen Studios kennt. Alles deutet darauf hin, dass Rockstar eine dritte Verschiebung von Grand Theft Auto VI unbedingt vermeiden will – zumal die Erwartungen von Spielern und Investoren derzeit auf einem Rekordhoch liegen.

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