Danny Weber
Samsung Display präsentierte auf der SID 2026 ein 3000 Nits helles OLED-Panel und ein Sensor-Display, das Herzfrequenz und Blutdruck misst. Mehr erfahren!
Auf der SID Display Week 2026 präsentierte Samsung Display mehrere Technologien, die Smartphone-Displays grundlegend verändern könnten. Im Mittelpunkt standen ein extrem helles OLED-Panel und ein Bildschirm, der zugleich Gesundheitsdaten misst.
Das Highlight war das Flex Chroma Pixel Display: Es kommt auf eine Spitzenhelligkeit von 3000 Nits – das liegt deutlich über dem, was heutige Smartphones bieten, und erweist sich vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung als Vorteil. Zudem deckt es 96 Prozent des extrem breiten BT.2020-Farbraums ab und liefert damit spürbar lebendigere und präzisere Bilder als die meisten aktuellen Panels.
Möglich machen das neue Materialien und Samsungs proprietäre LEAD-Technologie. Gleichzeitig gelang es den Ingenieuren, Stromverbrauch und Lebensdauer unter Kontrolle zu halten – ein Bereich, der OLED-Panels traditionell Kopfzerbrechen bereitet.
Nicht weniger interessant war das Sensor OLED. Es misst mit 6,8 Zoll Bilddiagonale direkt durch den Bildschirm Herzfrequenz und Blutdruck und fungiert damit als integrierter Gesundheitssensor.
Möglich wird das durch eingebettete organische Fotodioden. Sie analysieren den Blutfluss mit dem Licht des Displays selbst – separate Sensoren wie bei Smartwatches entfallen. Und trotz des technischen Aufwands erreicht das Panel eine Pixeldichte von rund 500 ppi, womit es mit aktuellen Top-Smartphones mithalten kann.
Außerdem integrierte Samsung die vom Galaxy S26 Ultra bekannte Privacy-Display-Technologie. Sie blendet sensible Daten aus, sobald man schräg auf den Bildschirm blickt, während der Rest sichtbar bleibt. Eine durchdachte Funktion, um gerade medizinische Daten vor neugierigen Blicken zu schützen.
Noch keine dieser Innovationen hat den Weg in ein marktreifes Produkt gefunden, aber die Entwicklung ist klar: Displays werden sich von reinen Farb- und Helligkeitsanzeigen zu vollwertigen Sensorplattformen wandeln, die die Gesundheit überwachen.
© A. Krivonosov