AMD verzeichnet Rekordumsätze im Rechenzentrum, warnt aber vor Gaming-Einbruch im zweiten Halbjahr

Danny Weber

AMDs Geschäftszahlen Q1 2026: Rekord im Rechenzentrum, aber Gaming-Einbruch. Kosten treiben Preise. KI boomed um 70%. Jetzt lesen.

AMD hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2026 vorgelegt und dabei mit einem düsteren Ausblick überrascht. Zwar erzielte der Konzern im Rechenzentrumsgeschäft Rekordumsätze, doch warnte er gleichzeitig vor erheblichen Problemen in den Verbraucher- und Gaming-Märkten in der zweiten Jahreshälfte. CEO Lisa Su bestätigte, dass man negative Trends einkalkuliere und entsprechend handle. Der Hauptgrund: Die rapide steigenden Kosten für Speicher und Komponenten bremsen zunehmend die Nachfrage. Finanzvorstand Jean Hu erklärte, man erwarte, dass diese Kostensteigerungen die Gaming-Nachfrage im zweiten Halbjahr belasten würden. Konkret solle der Gaming-Umsatz im Vergleich zur ersten Jahreshälfte um mehr als 20 Prozent zurückgehen. Gemeint ist damit das Gaming-Segment – also Grafikkarten und Konsolen – nicht das Gesamtgeschäft. AMD hofft, den Rückgang teilweise durch Firmenkunden und die Nachfrage nach Laptops mit Ryzen-Prozessoren abfedern zu können.

Die Lage wird zusätzlich durch steigende Konsolenpreise verschärft. Microsoft hat die Preise für die Xbox Series bereits erhöht, und Sony zog bei der PlayStation 5 nach – auch bei überholten Modellen. Das könnte entweder die nachlassende Nachfrage erklären oder auf weitere Preiserhöhungen hindeuten.

Ganz anders stellt sich die Situation im KI-Segment dar: Hier rechnet AMD im zweiten Quartal mit einem Umsatzsprung von 70 Prozent bei Serverprozessoren, angetrieben von einer boomenden Nachfrage. Das Unternehmen setzt immer stärker auf Künstliche Intelligenz, während der Gaming-Markt unter steigenden Kosten und Komponentenknappheit leidet.

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