Danny Weber
Sonys PS5-Verkäufe sinken um über 46 Prozent aufgrund von Preiserhöhungen. Die gestiegenen Produktionskosten belasten Sonys Bilanz. Erfahre Details und Ausblick.
Sony verzeichnet einen deutlichen Rückgang der PlayStation-5-Verkäufe. Grund dafür sind steigende Preise und höhere Produktionskosten. Anstatt wie üblich mit zunehmender Reife der Plattform günstiger zu werden, ist die PS5 teurer geworden.
Bei der Markteinführung im Jahr 2020 kostete die Digital Edition 399 US-Dollar, die Variante mit Laufwerk 499 US-Dollar. Seitdem gab es mehrere Preiserhöhungen, die die Preise auf rund 599 und 649 US-Dollar nach oben getrieben haben. Die jüngste Erhöhung trat im März 2026 in Kraft.
Die höheren Preise haben bereits die Nachfrage gedämpft. Im Quartal bis Ende März 2026 verkaufte Sony nur 1,5 Millionen Konsolen. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 2,8 Millionen – ein Rückgang von über 46 Prozent.
Im gesamten Geschäftsjahr sanken die PS5-Auslieferungen von 18 auf 16,5 Millionen Einheiten. Bisher wurden insgesamt 93,7 Millionen Geräte abgesetzt. Damit liegt die PS5 jedoch hinter der PlayStation 4 zurück, die zum gleichen Zeitpunkt ihres Lebenszyklus höhere Verkaufszahlen erzielte.
Als Grund für die Entwicklung nennt Sony gestiegene Preise für Speicher und andere Komponenten. CEO Hiroki Totoki erklärte, dass diese Kostensteigerungen nicht nur den Konsolenabsatz, sondern auch die Erlöse aus Spielen, Abonnements und Zubehör belasten.
Trotz des anhaltenden Drucks betont Sony, dass keine weiteren Preiserhöhungen für die PS5 geplant seien.
Für das kommende Geschäftsjahr zeigt sich Sony optimistisch. Die Veröffentlichung von Grand Theft Auto VI im November dürfte für einen deutlichen Schub sorgen.
Sony hat zudem bestätigt, dass die Entwicklung der PlayStation 6 läuft. Das Unternehmen räumte ein, dass die Investitionen in die neue Konsolengeneration die Gewinne der PlayStation-Sparte auf absehbare Zeit belasten werden.
© E. Vartanyan