Danny Weber
Laut einem Bericht verzichtet Microsofts nächste Xbox Project Helix auf ein Disc-Laufwerk. Ein geheimes Programm namens Positron soll physische Spiele in digitale Versionen umwandeln.
Die nächste Xbox-Generation mit dem Codenamen Project Helix könnte komplett auf ein Disc-Laufwerk verzichten. Laut Windows Central verfolgt Microsoft einen Ansatz, der an moderne Gaming-PCs erinnert: Digitalkäufe, Abos und Online-Bibliotheken stehen im Vordergrund. Da physische Verkäufe auf Xbox-Konsolen immer mehr an Bedeutung verlieren, wäre dieser Schritt nur logisch.
Gleichzeitig will Microsoft offenbar vermeiden, Spieler mit großen Disc-Sammlungen zu verprellen. Der Bericht spricht von einem geheimen Programm namens Positron, das physische Spiele in digitale Versionen umwandeln könnte. Konkret heißt das: Besitzer einer Disc könnten ihr Eigentum nachweisen und so auf der neuen Xbox digital darauf zugreifen.
Wie das genau ablaufen soll, ist noch unklar. Microsoft müsste vermutlich einen Mechanismus entwickeln, der die Lizenz auf der Disc nach der Umwandlung deaktiviert – sonst könnte dieselbe Disc für beliebig viele kostenlose Digitalkopien sorgen. Falls Positron tatsächlich existiert, wird es also mit ziemlicher Sicherheit strenge Einschränkungen geben.
Sollte Project Helix ohne Laufwerk erscheinen, bräuchten Nutzer ein externes USB-Blu-ray-Laufwerk, um physische Spiele zu verifizieren. Das erleichtert den Umstieg zwar, treibt aber auch die Gesamtkosten in die Höhe. Zudem soll die Konsole aufgrund des großen Magnus-APU und einer PC-ähnlicheren Architektur teurer werden als die PlayStation 6.
Noch sind die Details zu Positron vage, und Windows Central betont, dass die Spezifikationen noch nicht endgültig bestätigt sind. Trotzdem zeichnet sich eine Richtung für Xbox ab: Microsoft könnte das Laufwerk als Standard weglassen, aber das Vertrauen der Nutzer bewahren, die seit Jahren auf physische Spiele setzen.
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