Danny Weber
PSN-Sicherheitslücke: Hacker umgehen 2FA und übernehmen Konten. Ein aktueller Vorfall zeigt, dass viele Nutzer betroffen sind. Lesen Sie, wie Sie sich schützen können.
Das Sicherheitsproblem rund um das PlayStation Network, das Ende 2025 für Aufsehen sorgte, ist offenbar immer noch nicht behoben. Damals zeigte sich, dass Angreifer selbst mit aktivierter Zwei-Faktor-Authentifizierung und starkem Passwort auf fremde Konten zugreifen konnten. Ursache ist das Identitätsprüfverfahren des PlayStation-Supports: Um den Zugriff wiederherzustellen, reicht eine Transaktionsnummer.
Nun hat sich die Lage verschärft. Der Journalist Nicolas Lellouche von Numerama berichtet, dass sein Konto mehrere Monate nach dem ersten Vorfall erneut gehackt wurde. Auf X teilte er mit, dass sein PlayStation-Konto – dessen Kompromittierung weltweit Schlagzeilen machte und das Sony bis heute nicht abgesichert habe – in der vergangenen Nacht ein weiteres Mal angegriffen worden sei.
Nach dem ersten Vorfall stufte Sony das Konto eigenen Angaben zufolge lediglich als Hochrisikokonto ein, was bedeutete, dass die Support-Mitarbeiter ohne zusätzliche Prüfung nicht eingreifen sollten. Das genügte jedoch nicht. Laut dem Journalisten ging der neue Angreifer anders vor als der vorherige – was die Sorge noch steigerte. Das deutet darauf hin, dass das Problem nicht an eine bestimmte Person gebunden ist, sondern potenziell fast jeden PlayStation-Network-Nutzer betreffen kann.
Vor diesem Hintergrund rät man PlayStation-Nutzern erneut, keine Kaufdaten oder Screenshots mit Transaktionsinformationen preiszugeben. Denn selbst minimale Details könnten genutzt werden, um ein Konto samt digitaler Bibliothek zu kapern.
© RusPhotoBank