Danny Weber
Google führt Contextual Hints für Android 16 ein. Die KI lernt Ihre Gewohnheiten und schlägt passende Aktionen vor. Alle Daten bleiben lokal und verschlüsselt.
Google führt nach und nach eine neue Funktion für Android namens Contextual Hints ein. Diese setzt auf KI, um vorherzusagen, was der Nutzer als Nächstes tun möchte. Die Funktion ist bereits in der stabilen Version von Android 16 aufgetaucht.
Das System lernt typische Nutzungsmuster und schlägt zum passenden Zeitpunkt die passenden Aktionen vor. Wer etwa immer Musik beim Fitnesstraining hört, dem öffnet Android künftig automatisch die entsprechende App. Auch Navigation oder andere Dienste lassen sich auf diese Weise automatisch starten – abhängig von Standort und Nutzerverhalten.
Bisher standen die Contextual Hints nur einer kleinen Beta-Gruppe zur Verfügung. Jetzt haben Nutzer die Funktion auf stabilen Geräten mit Android 16 entdeckt, darunter auch auf dem Pixel 10.
Laut der Funktionsbeschreibung generiert das System Empfehlungen auf Grundlage von Aktionen und Standort in Apps und Diensten. Im Grunde handelt es sich um eine erweiterte Version der alten Android App Actions – nur dass die KI nun Daten aus verschiedenen Apps verknüpfen und komplexere Abläufe bewältigen kann.
Google versichert, dass die Daten verschlüsselt auf dem Gerät selbst gespeichert werden. Allerdings hat das Unternehmen nicht verraten, welches KI-Modell zum Einsatz kommt oder ob die gesamte Verarbeitung lokal erfolgt, ohne Daten in die Cloud zu senden. Es stellt jedoch klar, dass die Informationen nicht mit Drittanbieter-Apps geteilt werden.
Die neue Funktion ist unter Einstellungen → Google-Dienste → Alle Dienste → Sonstiges zu finden. Allerdings rollt Google sie schrittweise aus, sodass sie noch nicht auf jedem Gerät erscheint.
© A. Krivonosov