Danny Weber
Apple entwickelt automatischen Diebstahlschutz für iPhone. Sensoren erkennen Bewegungen und sperren das Gerät. Die Funktion ähnelt Android 15.
Apple arbeitet offenbar an einer neuen Sicherheitsfunktion für das iPhone, die das Gerät bei Diebstahl automatisch sperren könnte. Berichten zufolge entwickelt das Unternehmen ein System, das dem Diebstahlschutz von Android ähnelt.
Bereits heute bietet Apple verschiedene Datenschutzfunktionen an, darunter Geräteortung und Zugriffsbeschränkungen nach Verlust. Diese Maßnahmen greifen jedoch nicht immer, wenn das Telefon dem Nutzer noch im entsperrten Zustand aus der Hand gerissen wird.
Die kommende Funktion soll verschiedene Gerätesignale auswerten, um einen möglichen Diebstahl zu erkennen. Dabei kommen vermutlich der Beschleunigungssensor und andere Bewegungssensoren zum Einsatz, um plötzliche Bewegungen zu erfassen – etwa wenn das Telefon gepackt und schnell weggezogen wird.
Stuft das System die Aktivität als verdächtig ein, sperrt sich das iPhone automatisch und schränkt den Zugriff auf persönliche Daten ein.
Berichten zufolge könnte Apple auch die Entfernung zwischen dem iPhone und einer gekoppelten Apple Watch berücksichtigen. So ließe sich etwa feststellen, ob sich das Telefon noch beim Besitzer befindet oder an einen unbekannten Ort gelangt ist.
Der Mechanismus soll parallel zu den bestehenden Diebstahlschutzregeln wirken. Wird verdächtiges Verhalten an einem unbekannten Ort erkannt, könnte sich das Smartphone nicht nur selbst sperren, sondern auch den Zugriff auf wichtige Sicherheitseinstellungen einschränken.
Ein ähnlicher Ansatz wird seit Android 15 auf Android-Geräten verwendet. Dort erkennen Sensoren und Algorithmen diebstahltypische Szenarien wie ein plötzliches Wegreißen des Geräts aus der Hand des Besitzers.
Apple hat noch nicht offiziell bestätigt, wann die Funktion erscheinen wird. Quellen zufolge ist die Entwicklung jedoch bereits weit fortgeschritten.
© A. Krivonosov