Danny Weber
Das Samsung Galaxy S27 bekommt ein horizontales Kameramodul, Qi2 und bis zu 20.000 mAh Akku. Alle Infos zur Neugestaltung, Kamera und technischen Neuerungen.
Das Samsung Galaxy S27 könnte die größte Neugestaltung der Flaggschiff-Serie seit Jahren bringen. Insider wie Ice Universe sowie Berichte aus der südkoreanischen Plattform Naver meinen, dass Samsung das typische vertikale Kameramodul aufgibt und stattdessen einen horizontalen Balken auf der oberen Rückseite einsetzt. Der Wechsel ist anscheinend nicht nur optisch motiviert, sondern notwendig, um Platz für die Magnetanordnung des Qi2-Ladestandards zu schaffen.
Seit dem Galaxy S22 hatte die Galaxy-S-Reihe eine ähnliche Kameraanordnung, doch der Umstieg auf Qi2 erfordert einen Ring aus Magneten um die Ladespule. Das alte vertikale Kameramodul befindet sich genau an der Stelle, die die Magnete benötigen. Daher verlegt Samsung die Kameras offenbar auf einen horizontalen Streifen. In einem Konzeptbild von Ice Universe zieht sich dieser Streifen über den oberen Bereich der Rückseite – das Handy bekommt so ein völlig anderes Gesicht als seine Vorgänger.
Ein weiterer wichtiger Punkt könnte der Akku sein. Samsung stattete seine Ultra-Modelle bislang mit Zellen um 5000 mAh aus, doch das Galaxy S27 Ultra wird offenbar mit deutlich höheren Kapazitäten getestet: 12.000, 18.000 und sogar 20.000 mAh. Das heißt nicht, dass das finale Modell einen dieser Werte erreichen wird, aber es zeigt, dass Samsung mit Silizium-Kohlenstoff-Akkutechnologie einen großen Sprung in der Ausdauer anstrebt – eine Technologie, die chinesische Rivalen bereits nutzen.
Auch beim Kamerasystem des Galaxy S27 Ultra könnte sich einiges tun. Gerüchte sprechen von einem neuen 200-MP-Samsung-ISOCELL-HPA-Sensor mit 1/1,12-Zoll und der Rückkehr einer variablen Blende. Diese gab es zuletzt beim Galaxy S9, wurde dann aber abgeschafft. In moderner Form könnte sie mehr Flexibilität bringen: eine große Blende für schwaches Licht, eine kleinere für mehr Tiefenschärfe und helle Umgebungen.
Zudem heißt es, Samsung könnte dem Galaxy S27 Ultra die dedizierte 3-fach-Telekamera streichen und stattdessen auf einen hochauflösenden Hauptsensor plus ein Periskop mit längerer Brennweite setzen. Das wäre nachvollziehbar, wenn der Hersteller den mittleren Zoom für weniger entscheidend hält als einen großen Hauptsensor und moderne Rechenfotografie.
Außerdem ist von einem Galaxy S27 Pro die Rede, das ein Display von rund 6,47 Zoll haben soll. Es wäre das kompakte Premium-Modell, übernähme Haupt- und Ultraweitwinkel-Kamera vom Ultra, ließe aber den S Pen weg und setzte auf eine einfachere Telekamera. Insider meinen, das Pro-Modell könnte global einen Snapdragon-Chip erhalten – ein klarer Bruch mit Samsungs Aufteilung der Märkte in Snapdragon- und Exynos-Gebiete.
© A. Krivonosov