TSMC beschleunigt A14: Fab 25 für 1,4‑nm mit Pilotstart 2027 und Volumen 2028

Danny Weber

10:35 28-08-2025

© RusPhotoBank

TSMC baut Fab 25 für 1,4‑nm (A14) in Taichung: Pilotproduktion 2027, Volumen 2028. +15% Leistung, −30% Verbrauch, 49 Mrd. $, höhere Waferpreise als 2‑nm.

Obwohl TSMCs 2‑nm‑Chips erst Ende 2025 in die Massenproduktion gehen sollen, bereitet der weltgrößte Auftragsfertiger bereits den nächsten Sprung vor. Wie Economic News Daily berichtet, will das Unternehmen den Zeitplan vorziehen und im Oktober mit dem Bau seiner ersten Anlage für 1,4‑nm‑Chips beginnen, intern als A14 oder Angstrom bezeichnet. Der Schritt wirkt wie eine klare Ansage: Warten ist keine Option.

Der Standort hört auf den Namen Fab 25 und entsteht im Central Taiwan Science Park nahe Taichung. Geplant ist ein Campus mit vier Werken; das erste soll bis Ende 2027 in die Pilotproduktion starten. Die Hochvolumenfertigung der 1,4‑nm‑Chips ist für die zweite Hälfte 2028 vorgesehen. Der neue Fertigungsknoten soll im Vergleich zu früheren Generationen rund 15 Prozent mehr Leistung liefern und den Stromverbrauch um etwa 30 Prozent senken – eine Kombination, die in vielen Rechenzentren und Endgeräten direkt spürbar wäre.

Auch die Investitionssumme ist markant: TSMC will bis zu NT$ 1,5 Billionen (rund 49 Milliarden US‑Dollar) bereitstellen. Zum Vergleich: Die 2‑nm‑Produktion kostet Kunden derzeit im Schnitt etwa 30.000 US‑Dollar pro Wafer, während 1,4‑nm‑Chips bis zu 45.000 US‑Dollar pro Einheit erreichen könnten. Zulieferer für Anlagen wurden bereits informiert, ihre Lieferungen für die neue Fab zu beschleunigen. Der Zeitplan wirkt ambitioniert, aber folgerichtig – wer vorn bleiben will, muss Tempo machen.

In der Summe deuten die Pläne darauf hin, dass TSMC seinen Vorsprung nicht nur absichern, sondern zugleich die Basis für das nächste Ziel legen will: 1‑nm‑Prozessoren. Einen konkreten Zeitplan für deren Pilotfertigung gibt es zwar nicht, doch Branchenbeobachter sehen das Miniaturisierungsrennen an Fahrt gewinnen; die kommenden Jahre werden für den globalen Chipmarkt entscheidend sein. Das Timing lässt wenig Zweifel, dass TSMC den entscheidenden Schritt voraus bleiben möchte, während sich die Nachfrage nach den modernsten Fertigungsknoten erst formiert.