Snapdragon C: Schwache Leistung für günstige Windows-Laptops

Danny Weber

Der Snapdragon C von Qualcomm soll günstige Windows-Laptops antreiben. Doch erste Geekbench-Werte zeigen eine schwache Performance im Vergleich zum MacBook Neo. Lohnt sich der Kauf?

Qualcomm hat den Snapdragon C als Basis für günstige Windows-Laptops vorgestellt – eine mögliche Antwort des Microsoft-Ökosystems auf das MacBook Neo. Ein frischer Leak wirft jedoch Fragen auf, ob der neue Chip mit Apples erschwinglichem Laptop auf Basis des A18 Pro mithalten kann.

Der Leaker @lafaiel will wissen, dass der Snapdragon C eine Octa-Core-CPU mit modifizierten Kryo-670-Kernen nutzt. Diese Kerne kamen bereits in Mittelklasse-Mobilplattformen wie dem Snapdragon 778G und 780G zum Einsatz. Für Smartphones und einfache Aufgaben reicht die Architektur aus, für einen vollwertigen Windows-11-Laptop könnte sie jedoch zu schwach sein.

Der beunruhigendste Punkt des Gerüchts ist die Leistung. Angeblich erreicht der Snapdragon C im Single-Core-Geekbench nicht mehr als 1.200 Punkte. Falls das stimmt, läge der A18 Pro des MacBook Neo weit vorn – die Quelle schätzt, dass Apples Chip bei Single-Thread-Tests fast dreimal so schnell ist. Noch gravierender: Der Multi-Core-Score aller acht Kerne des Snapdragon C soll sogar niedriger ausfallen als der Single-Core-Wert des A18 Pro.

Manche vermuten, dass der Snapdragon C keine völlig neue Plattform ist, sondern eine umetikettierte oder angepasste Version von Qualcomms Dragonwing-Chips für Edge AI und IoT. Getestet wurde das noch nicht, daher sind endgültige Schlüsse verfrüht. Sollten sich die Gerüchte über die Kerne und die schwache Leistung aber bestätigen, wäre es gewagt, den Snapdragon C als Grundlage moderner Budget-Laptops zu bezeichnen.

Der Acer Aspire Go 15, einer der ersten Laptops mit Snapdragon C, nährt die Skepsis zusätzlich. Er kommt mit maximal 4 GB RAM – ein für einen Windows-Laptop im Jahr 2026 extrem niedriger Wert. Damit landet er klar in der Ultra-Budget-Kategorie, nicht in ernsthafter Konkurrenz zum MacBook Neo.

Unterm Strich mag der Snapdragon C OEMs dabei helfen, billige Windows-Laptops zu bauen, aber das macht ihn noch lange nicht zu einer echten Apple-Alternative. Gelingt es Qualcomm nicht, mit realen Benchmarks das Gegenteil zu beweisen, könnte das MacBook Neo auf dem Markt für erschwingliche, effiziente und flotte Laptops nahezu konkurrenzlos bleiben.

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