OpenAI führt Lockdown-Modus für ChatGPT ein

Danny Weber

OpenAI führt Lockdown-Modus für ChatGPT ein: schützt gegen Prompt-Injection und schränkt Netzwerkanfragen ein. Jetzt aktivieren in den Einstellungen.

OpenAI hat mit der Einführung des Lockdown-Modus begonnen, einer neuen erweiterten Sicherheitsfunktion für ChatGPT. Sie soll gegen Prompt-Injection-Angriffe schützen, bei denen Angreifer schädliche Anweisungen in Webseiten, Dokumente oder andere Inhalte einbetten, um die KI zu unerwünschten Aktionen zu bewegen.

OpenAI betont, dass der Lockdown-Modus nicht für alle gedacht ist. Er richtet sich an Personen und Organisationen, die mit sensiblen Daten umgehen und das Risiko von Datenlecks minimieren wollen. Im Grunde fügt er eine zusätzliche Sicherheitsebene zu den bestehenden Schutzmaßnahmen von ChatGPT hinzu, einschließlich der Modell- und Serverinfrastruktur.

Ist der Modus aktiviert, schränkt er bestimmte ChatGPT-Funktionen ein. Nutzer können weiterhin Bilder generieren und eigene Fotos oder Dokumente manuell hochladen, aber das System kann keine Bilder aus dem Web abrufen, Inline-Bilder anzeigen oder Dateien zur Analyse herunterladen. Deep Research und Agent Mode sind komplett deaktiviert, da diese Funktionen häufig mit externen Quellen und Netzwerkressourcen interagieren.

OpenAI stellt klar, dass der Lockdown-Modus keine schädlichen Anweisungen aus den von ChatGPT verarbeiteten Inhalten entfernt. Stattdessen schränkt er Netzwerkanfragen und Aktionen ein, die ein Angreifer nutzen könnte, um sensible Kontoinformationen zu extrahieren. Die Einstellungen für Speicher, Datei-Uploads, geteilte Konversationen und die Nutzung von Chats zur Modellverbesserung bleiben davon unabhängig und werden nicht automatisch beeinflusst.

Um den Lockdown-Modus zu aktivieren, geht man in den ChatGPT-Einstellungen zu „Sicherheit und Schutz“ und schaltet dann im Bereich „Erweiterte Sicherheit“ den Lockdown-Modus ein. Bei Bedarf kann man den Schutz für einen bestimmten Chat vorübergehend deaktivieren – über die Statusmeldung oberhalb des Dialogfensters.

Parallel dazu bringt OpenAI einen aktiven Sitzungsmanager auf den Markt. Er zeigt die Geräte und Browser an, bei denen das Konto angemeldet ist, und ermöglicht es, einzelne Sitzungen zu beenden oder sich überall auszuloggen. Bei Verdacht auf unbefugten Zugriff empfiehlt OpenAI, das Passwort zu ändern, die Anmeldemethoden zu überprüfen und den Support zu kontaktieren.

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