Smartphone-Chip-Auslieferungen fallen im Q1 2026 um 8%

Danny Weber

Die Auslieferungen von Smartphone-Prozessoren fielen im Q1 2026 um 8%. MediaTek führt mit 32%, Apple steigt auf 19%. Mehr über die Marktentwicklung hier.

Die weltweiten Auslieferungen von Smartphone-Prozessoren gingen im ersten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 8% zurück. Laut Counterpoint lag der Hauptgrund in einer anhaltenden Speicherknappheit, die sowohl die Smartphone-Produktion als auch die Komponentennachfrage beeinträchtigt.

MediaTek behielt die Führung mit einem Marktanteil von 32%. Qualcomm belegte mit 23% den zweiten Platz, während Apple auf 19% kletterte, gegenüber 15% im Vorjahr. Unisoc folgte mit 14%, Samsung mit 7% und HiSilicon mit 4%. Die Marktstruktur hat sich merklich verändert: Hersteller, die stärker auf das Massenmarkt- und Einstiegssegment angewiesen sind, standen aufgrund von Speicherbeschränkungen und Lageraufbau unter größerem Druck.

Apples Chip-Auslieferungen stiegen dank der Markteinführung des iPhone 17e mit dem A19 sowie starker Verkaufszahlen der iPhone-17-Serie, insbesondere der Pro-Modelle in mehreren Regionen. Im Vergleich zum vierten Quartal 2025 sank Apples Anteil jedoch von 23%, was den saisonalen Spitzenwert der iPhone-Verkäufe nach der Markteinführung im Herbst widerspiegelt.

MediaTek behielt im ersten Quartal die Spitzenposition, aber die Auslieferungen gingen im Jahresvergleich zurück. Die Speicherknappheit traf das Massen- und Einstiegssegment am härtesten, und auch die Premiumkategorie verzeichnete einen leichten Rückgang. In der Dimensity-8000-Familie wuchsen die Auslieferungen des Dimensity 8450, angetrieben von der Nachfrage nach dem OPPO Reno15.

Auch Qualcomm meldete einen Rückgang. Im High-End-Segment wurden die Ergebnisse durch die verzögerte Markteinführung der Galaxy-S26-Serie und die Entscheidung von Samsung, in einigen Regionen den Exynos 2600 in den Basismodellen des Galaxy S26 einzusetzen, belastet. Zusätzlich setzten die Snapdragon-600- und Snapdragon-400-Serie unter Druck, wo Speicherknappheit und angesammelte Lagerbestände ihre Spuren hinterließen.

Samsung hingegen steigerte die Exynos-Auslieferungen. Das Wachstum ging auf das Galaxy S26 mit Exynos 2600 sowie auf die Mittelklassemodelle Galaxy A57 und Galaxy A37 zurück, die mit Exynos 1680 bzw. Exynos 1480 ausgestattet sind. HiSilicon behielt trotz geringerer Auslieferungen einen Anteil von 4%, während Unisoc dank seiner Partnerschaft mit Redmi und Aufträgen für die Chips T7250 und T8300 wuchs, die in LTE- und preiswerten 5G-Smartphones zum Einsatz kommen.

© A. Krivonosov