iOS 27 nach der WWDC: Apple könnte drei Funktionen zurückhalten

Danny Weber

Apple zeigte iOS 27 auf der WWDC 2026, doch Siri-Integrationen, ein Watch-Zifferblatt und Kamera-Optionen könnten später folgen.

Apple hat die wichtigsten Neuerungen von iOS 27 bereits auf der WWDC 2026 gezeigt und dabei vor allem Siri AI sowie eine höhere Systemstabilität betont. Laut Bloomberg-Journalist Mark Gurman hat das Unternehmen aber noch nicht alles offengelegt. Einige Funktionen befinden sich demnach weiter in Entwicklung und könnten näher an Apples Herbstankündigungen präsentiert werden.

Die erste davon hängt mit der Apple Watch zusammen. Apple soll an einer vereinfachten Version des Modular-Ultra-Zifferblatts arbeiten, das bisher vor allem mit der Apple Watch Ultra verbunden wird. Die neue Variante soll die große Uhrzeit behalten, aber weniger überladen wirken: ohne zweite Reihe von Komplikationen und mit geringerer visueller Dichte. Wahrscheinlich zeigt Apple sie im Herbst zusammen mit neuen Apple-Watch-Modellen.

Die zweite und deutlich wichtigere Funktion betrifft Siri. Gerüchten zufolge will Apple Drittanbieter-KI-Diensten erlauben, sich über die Extensions API direkt in den Assistenten zu integrieren. Aktuell wird ChatGPT über eine separate Partnerschaft zwischen Apple und OpenAI unterstützt, doch das neue Modell soll universeller sein: Theoretisch könnten auch andere große Anbieter wie Google und Anthropic dazukommen.

Dieser Ansatz würde sich spürbar von der heutigen ChatGPT-Integration unterscheiden. Wenn Apple Siri tatsächlich über Erweiterungen für Drittanbieter-Apps öffnet, wäre das keine Sondervereinbarung mit einem einzelnen Partner mehr, sondern ein standardisierterer Anschluss externer Dienste. Gleichzeitig könnten sich auch die Datenschutzgarantien verändern: Die Verantwortung für die Verarbeitung von Anfragen läge stärker beim jeweiligen Drittanbieter.

Nach Gurmans Angaben hat Apple den neuen Mechanismus bereits mit OpenAI, Anthropic und Google besprochen, ihn aber noch nicht öffentlich vorgestellt. Mögliche Gründe für die Verzögerung sind rechtliche und politische Risiken in Europa, der Wunsch, nicht von der eigenen Siri AI abzulenken, und der Versuch, Verwirrung rund um Partnerschaften mit mehreren Unternehmen zugleich zu vermeiden.

Die dritte Funktion ist eine flexiblere Einrichtung der Kamera-App. Erwartet wurde, dass Nutzer in iOS 27 Bedienelemente an passendere Stellen verschieben können. In der ersten Entwickler-Beta fehlte diese Möglichkeit jedoch. Andere Änderungen, darunter die Siri-Integration in der Kamera, sind bereits vorhanden.

Es sieht daher so aus, als könnte Apple einige dieser Funktionen für den Herbststart neuer iPhones und Apple-Watch-Modelle aufheben. So würden die September-Neuheiten stärker auffallen, auch wenn die grundlegenden Möglichkeiten von iOS 27 schon auf der WWDC gezeigt wurden.

© E. Vartanyan