Sony LYTIA 610: schärfere Teleaufnahmen ohne schwächeren Autofokus

Danny Weber

Der 64-MP-Sensor für Smartphones nutzt RB2x2 OCL, liest schneller aus und unterstützt 4K-Video mit 120 Bildern pro Sekunde.

Sony hat den neuen Bildsensor LYTIA 610 für Smartphone-Kameras mit Teleobjektiv vorgestellt. Die Neuheit setzt auf eine überarbeitete Pixelstruktur, die Fotos sichtbar schärfer machen soll, ohne die Genauigkeit des Autofokus zu verschlechtern.

Der Sensor kommt im 1/2-Zoll-Format und bietet eine Auflösung von rund 64 MP. Das wichtigste Merkmal ist RB2x2 On Chip Lens (OCL), eine Technik, die erstmals in ein Serienprodukt einzieht. Dabei werden unterschiedliche Linsentypen für einzelne Farbpixel genutzt, was mehr Detailzeichnung und eine effizientere Phasenerkennung ermöglichen soll.

Laut Sony steigert die neue Konstruktion die räumliche Auflösung um mehr als 20% gegenüber dem LYTIA 601, obwohl die Pixelgröße unverändert bei 0,7 μm liegt. Für die korrekte Bildverarbeitung hat das Unternehmen außerdem einen speziellen Remosaic-Algorithmus entwickelt.

Ein weiterer deutlicher Fortschritt ist die nahezu verdoppelte Auslesegeschwindigkeit im Vergleich zu früheren 1/2-Zoll-Sensoren von Sony. Dadurch unterstützt der Sensor 4K-Video mit 120 Bildern pro Sekunde sowie HDR 4K mit 60 Bildern pro Sekunde.

Das schnellere Auslesen soll den Unterschied zwischen Haupt- und Zusatzkameras im Smartphone verringern und den Wechsel zwischen Objektiven beim Filmen flüssiger machen. Sony LYTIA 610 unterstützt MIPI C-PHY und D-PHY; die Serienauslieferung ist für Ende Juni 2026 geplant.

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