Danny Weber
Samsung arbeitet am nächsten Smart Ring, doch der Schwerpunkt dürfte weniger auf neuer Hardware als auf Gesundheit, KI und Ökosystem-Funktionen liegen.
Samsung hat bestätigt, dass das Unternehmen an der nächsten Generation seines Smart Rings arbeitet. Offiziell nennt Samsung das Gerät noch nicht Galaxy Ring 2, gemeint ist aber praktisch der Nachfolger des ersten Modells. Mit einem schnellen Start ist allerdings nicht zu rechnen: Nach aktuellen Informationen könnte sich der Launch auf 2027 verschieben.
Nach den Aussagen von Samsung ist kein radikaler Hardware-Umbau zu erwarten. Ein Unternehmensvertreter erklärte, dass der Spielraum für Hardware-Verbesserungen in diesem Formfaktor begrenzt sei: Die meisten Smart Rings nutzen einen ähnlichen Satz winziger Sensoren. Das Update dürfte daher vor allem genaueres Gesundheits-Tracking, etwas mehr Akkulaufzeit und Feinschliff am Design bringen, aber keine völlig neue Geräteklasse.
Der Hauptfokus von Samsung liegt offenbar auf Software, KI und dem Ausbau der eigenen Gesundheitsplattform. Der neue Ring soll kein isoliertes Gadget werden, sondern Teil eines größeren Ökosystems. Am meisten profitieren dürften Besitzer von Samsung-Smartphones und Galaxy-Watch-Modellen: Daten aus mehreren Geräten lassen sich zusammenführen und Schlaf, Aktivität sowie der allgemeine Zustand genauer auswerten.
Besonders spannend ist eine mögliche iPhone-Unterstützung. Samsung hat die Kompatibilität mit iOS nicht direkt bestätigt, deutete aber Neuigkeiten an, die Apple-Nutzern gefallen könnten. Sollte diese Unterstützung tatsächlich kommen, würde eine der größten Einschränkungen des aktuellen Galaxy Ring wegfallen, der praktisch auf Android-Nutzer ausgelegt ist. Gleichzeitig schließt das Unternehmen ein künftiges Abo-Modell nicht aus, auch wenn dazu noch keine endgültige Entscheidung gefallen ist.
Die Verzögerung beim Start könnte nicht nur mit der Entwicklung zusammenhängen, sondern auch mit Samsungs Patentstreit mit Oura. Verlässliche Leaks, Zulassungsdokumente oder Produktionshinweise auf einen baldigen Marktstart gibt es bislang nicht, und auch Medienberichte halten einen Release in diesem Jahr für unwahrscheinlich. Unterm Strich ist der Galaxy Ring 2 tatsächlich in Arbeit, doch Samsung scheint eher eine engere Einbindung in seine KI-Gesundheitsplattform vorzubereiten als einen großen Hardware-Sprung.
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