Basis-MacBook Pro: Apple könnte den Ultra-Look früher bringen als erwartet

Danny Weber

Laut Bloomberg soll Apples 14-Zoll-MacBook Pro der Einstiegsklasse ein Design im Stil kommender Touchscreen-MacBooks erhalten — womöglich schon Anfang 2027.

Apple könnte neuen Informationen zufolge nicht nur das künftige sogenannte MacBook Ultra, sondern auch das Basis-MacBook Pro neu gestalten. Bisher galt ein dünneres und leichteres Gehäuse als eines der wichtigsten Merkmale des neuen Topmodells mit Touchscreen. Bloomberg berichtet nun aber, dass auch das 14-Zoll-MacBook Pro der Einstiegsklasse mit dem Codenamen K104 ein Design im Stil der größeren Touchscreen-MacBooks bekommen und schon in der ersten Hälfte des kommenden Jahres erscheinen könnte.

Das MacBook Ultra soll zur neuen Spitze in Apples Notebook-Reihe werden, zu der derzeit MacBook Neo, MacBook Air und MacBook Pro gehören. Gerüchten zufolge bekommt das Ultra ein OLED-Display, einen Touchscreen und Dynamic Island sowie ein dünneres und leichteres Gehäuse. Gerade dieser letzte Punkt wirkte wie ein wichtiges optisches Unterscheidungsmerkmal zum normalen MacBook Pro, doch dieser Vorteil könnte nun nur vorübergehend sein.

Auf den ersten Blick wirkt ein so schneller Redesign-Schritt beim Basis-MacBook Pro überraschend. Apple ändert das Aussehen seiner Pro-Modelle selten und nutzt solche Updates normalerweise als großen Marketinganlass. Wenn das MacBook Ultra wirklich das teuerste und technisch stärkste Notebook des Unternehmens werden soll, wäre es logisch, ihm zumindest für eine Weile ein eigenes Gehäuse zu lassen.

Andererseits arbeitet Apple nicht im luftleeren Raum. Wenn Konkurrenten dünnere und modernere Notebooks zu Preisen anbieten, die nahe am MacBook Pro der Einstiegsklasse liegen, müsste das Unternehmen das Erscheinungsbild der Reihe ohnehin auffrischen. Außerdem wird nicht jeder MacBook-Pro-Besitzer auf Ultra wechseln wollen: Manche brauchen keinen Touchscreen oder kein OLED-Panel, könnten ein neues Pro mit frischerem Design aber trotzdem attraktiv finden.

Der Bericht behauptet zugleich nicht, dass das Basis-MacBook Pro das Gehäuse des MacBook Ultra vollständig übernimmt. Die Formulierung spricht nur von einem Design „im Stil“ der höherwertigen Modelle. Apple könnte also einen Mittelweg wählen: das MacBook Pro deutlich modernisieren, Ultra aber als dünnstes und hochwertigstes Notebook der Reihe behalten. Preise nennt der ursprüngliche Bericht nicht.

© A. Krivonosov