Android wird langsamer: So lassen sich heimliche Speicherfresser finden

Danny Weber

Android kann zeigen, welche Apps im Hintergrund weiter Speicher belegen. Das versteckte Entwicklermenü hilft, echte Ressourcenfresser ohne fragwürdige Booster zu finden.

Wenn ein Android-Smartphone langsamer wird, liegt das nicht immer nur am Alter des Geräts oder an vollem Speicher. Oft belasten Apps das System, die im Hintergrund aktiv bleiben und unauffällig Arbeitsspeicher verbrauchen. Solche Prozesse lassen sich über die versteckten Entwickleroptionen aufspüren.

Um dieses Menü zu öffnen, geht man in die Einstellungen des Smartphones, wechselt in den Bereich „Über das Telefon“, sucht die Android-Buildnummer und tippt siebenmal darauf. Danach erscheinen die Entwickleroptionen im System. Dort sollte man den Abschnitt „Speicher“ oder einen ähnlichen Punkt zur RAM-Nutzung suchen: Genau dort zeigt Android, welche Apps und Dienste die meisten Ressourcen beanspruchen.

Die Liste sollte man nicht sofort prüfen, sondern nach einem normalen Tag mit dem Smartphone. In dieser Zeit sammelt das System aussagekräftigere Statistiken: Dann wird sichtbar, welche Programme dauerhaft Speicher belegen, auch wenn sie nur selten manuell geöffnet werden. Besonders interessant sind Apps, die nicht ständig gebraucht werden, aber trotzdem im Hintergrund aktiv bleiben.

Nach der Analyse lassen sich überflüssige Programme löschen, unnötige Dienste deaktivieren oder die Hintergrundaktivität einzelner Apps einschränken. Dabei ist Vorsicht angesagt: Systemprozesse sollte man ohne klares Verständnis ihrer Aufgabe besser nicht anfassen, sonst können Benachrichtigungen, Synchronisierung oder andere Android-Funktionen gestört werden.

Dieser Weg macht aus einem alten Smartphone kein neues, hilft aber dabei, echte Bremsen zu finden und Ressourcen freizugeben — ganz ohne Drittanbieter-„Beschleuniger“ und fragwürdige Optimierer.

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