Danny Weber
Samsung soll planen, Privacy Display mit Flex Magic Pixel in der Galaxy-S27-Reihe breiter einzusetzen — nicht mehr nur im Ultra-Modell.
Samsung will laut TheElec Privacy Display zu einer Standardfunktion der Galaxy-S27-Flaggschiffreihe machen. In der Galaxy-S26-Serie war die Technik nur im Ultra-Modell verfügbar, 2027 könnte sie aber gleich in vier Geräten landen: Galaxy S27, S27 Plus, S27 Pro und S27 Ultra.
Privacy Display wurde erstmals im Galaxy S26 Ultra eingesetzt und nutzt die Technik Flex Magic Pixel. Sie steuert die Lichtausrichtung im OLED-Panel so, dass der Besitzer das Bild normal sieht, der Bildschirm von der Seite aber deutlich schlechter lesbar wird. Der Modus soll vor neugierigen Blicken in Bahn, Café, Büro und überall dort schützen, wo ein Smartphone-Display leicht schräg mitgelesen werden kann.
Laut TheElec verwendet Flex Magic Pixel getrennte Pixel für den normalen Modus und den Privatsphäremodus. Im Privacy Mode erhalten diese Pixel eine zusätzliche Black-Matrix-Schicht über der Color-Filter-on-Encapsulation-Struktur, um horizontale Blickwinkel stärker zu begrenzen. Die genaue Konstruktion kann je nach Panel-Zulieferer variieren.
Dass die Funktion auf die gesamte Flaggschiffreihe ausgeweitet werden soll, zeigt: Samsung betrachtet sie offenbar nicht mehr als Experiment nur für das Ultra-Modell. Der Konzern scheint den privaten Bildschirm zu einem sichtbaren Teil des Premium-Erlebnisses bei Galaxy machen zu wollen. Branchenquellen zufolge arbeiten auch Huawei, Xiaomi, OPPO und vivo an ähnlichen Lösungen.
Das Interesse an solchen Displays wächst spürbar. Sigmaintell erwartet, dass die weltweiten Lieferungen von Smartphones mit Privacy Mode von 1 Million Geräten im Jahr 2025 auf 21 Millionen im Jahr 2026 steigen und 2027 rund 29 Millionen erreichen könnten. Wenn Hersteller Helligkeit, Auflösung und Energieeffizienz in den Griff bekommen, könnte die Technik auch in faltbaren Smartphones auftauchen.
© A. Krivonosov