Apple A20 Pro: iPhone 18 Pro könnte schnelleren LPDDR6-Speicher bekommen

Danny Weber

Neue Gerüchte deuten darauf hin, dass Apple beim A20 Pro für das iPhone 18 Pro auf LPDDR6 und einen breiteren Speicherbus setzen könnte.

Apple könnte die Speicherarchitektur seiner Flaggschiff-Chips erstmals seit vielen Jahren deutlich umbauen. Neuen Gerüchten zufolge soll der A20 Pro für das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max von einem bekannten 64-Bit-Speicherbus auf einen 96-Bit-Bus wechseln. Für Apple wäre das ein spürbarer Abschied von einem Aufbau, den das Unternehmen rund 13 Jahre lang genutzt hat.

Zunächst gingen Insider davon aus, dass der A20 Pro 96-Bit-LPDDR5X 8533 mit einer Bandbreite von etwa 102 GB/s erhält. Dann tauchte jedoch ein wichtiger Punkt auf: Eine 96-Bit-LPDDR5X-Konfiguration würde angeblich 15–20% mehr Fläche benötigen als eine 64-Bit-Lösung. LPDDR6 soll laut Quellen dagegen einen 96-Bit-Bus bei ungefähr denselben Abmessungen wie 64-Bit-LPDDR5X ermöglichen. Da geleakte A20-Pro-Schaltpläne keine klar größere DRAM-Fläche zeigen, gilt LPDDR6 nun als wahrscheinlicher.

Der Wechsel zu breiterem und schnellerem Speicher passt gut zu Apples neuer Strategie. Das Unternehmen setzt auf eine überarbeitete Siri und Apple Intelligence: Ein Teil der Aufgaben läuft direkt auf dem Gerät, komplexere Anfragen gehen an Private Cloud Compute. Für lokale KI-Modelle zählt nicht nur die RAM-Menge, sondern auch die Speicherbandbreite. Genau hier könnte 96-Bit-LPDDR6 zu einem der wichtigsten Unterschiede des iPhone 18 Pro werden.

Diese Aufrüstung dürfte Apple allerdings teuer zu stehen kommen. Schätzungen zufolge könnten die DRAM-Kosten pro iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max auf 145 US-Dollar steigen, gegenüber rund 39 US-Dollar beim iPhone 17 Pro. Diese Rechnung basiert noch auf 12 GB LPDDR5X; falls Apple wirklich auf das teurere LPDDR6 wechselt, könnten die Kosten noch höher ausfallen.

Vor diesem Hintergrund wirkt ein anderer umstrittener Schritt nachvollziehbarer: Einsparungen beim Flash-Speicher. Gerüchten zufolge sollen iPhone-18-Pro-Versionen mit 256 und 512 GB TLC-NAND erhalten, während Modelle mit 1 und 2 TB auf langsameren QLC-NAND wechseln könnten. So dürfte Apple versuchen, die höheren Kosten für Arbeitsspeicher auszugleichen und die Marge der Flaggschiff-iPhones zu halten.

© A. Krivonosov