Danny Weber
Ming-Chi Kuo erwartet hohe Nachfrage, aber nur 500.000 bis 1 Million Geräte in den ersten Monaten.
Apples erstes faltbares Smartphone, das in Gerüchten derzeit als iPhone Ultra oder iPhone Fold auftaucht, könnte direkt nach dem Start knapp werden. Nach Einschätzung des Analysten Ming-Chi Kuo wird die Nachfrage nach dem Gerät hoch sein, doch in den ersten Monaten könnte Apple nur 500.000 bis 1 Million Exemplare produzieren. Die Vorstellung wird gegen Ende des dritten Quartals 2026 erwartet, auch wenn Vorbestellungen und Verkaufsstart später folgen könnten.
Als Hauptgrund für die begrenzten Liefermengen gilt die komplexe Produktion. Die faltbare Konstruktion, neue Materialien und das ungewöhnliche Display könnten zum Start ähnliche Probleme verursachen wie einst das iPhone X mit OLED-Bildschirm, „Notch“ und TrueDepth-Kamera für Face ID. Nach der ersten Phase dürfte Apple die Fertigung hochfahren und bis Ende 2026 rund 7–8 Millionen faltbare iPhones ausliefern.
Auch ein hoher Preis dürfte das Interesse kaum bremsen. Kuo beruft sich auf Gespräche mit Netzbetreibern, Vertriebskanälen und Resellern und erwartet, dass das iPhone Ultra bis zu 2500 US-Dollar kosten und nach dem Start der Vorbestellungen trotzdem schnell vergriffen sein könnte. Die Wartezeiten könnten seiner Prognose zufolge vier bis sechs Wochen oder länger betragen, während Knappheit, vertrautes Design und ein neues Nutzungserlebnis für deutliche Aufpreise auf dem Zweitmarkt sorgen könnten.
Trotzdem bleiben die Gerüchte mit Vorsicht zu genießen: Apple hat ein faltbares iPhone bisher nicht offiziell bestätigt, und der Name iPhone Ultra ist weiterhin nur eine Arbeitshypothese. Gleichzeitig enthalten aktuelle Betaversionen von iOS 27 bereits Hinweise auf ein Gerät mit mehreren Displays und einem Faltzustand, darunter Verweise auf foldState und angleDegrees.
Derzeit wird erwartet, dass das faltbare iPhone ein 5,5 Zoll großes Außendisplay und ein 7,8 Zoll großes Innendisplay erhält — etwas kleiner als ein iPad mini. Zusammengeklappt könnte es quadratischer wirken als das Galaxy Z Fold 7, aufgeklappt dagegen breiter. Erwartet werden außerdem ein flexibles OLED-Panel, eine laserbearbeitete Metall-Stützplatte zur Lastverteilung und eine nahezu unsichtbare Falte.
© A. Krivonosov