Apple und Broadcom: 30 Milliarden Dollar für Chips aus den USA

Danny Weber

Apple und Broadcom bauen ihre langjährige Partnerschaft aus: In den USA sollen kundenspezifische Chips und Funkkomponenten im Wert von mehr als 30 Milliarden Dollar entstehen.

Apple hat eine neue mehrjährige Vereinbarung mit Broadcom angekündigt, die die Komponentenfertigung in den USA deutlich stärken soll. Gemeinsam wollen die Unternehmen kundenspezifische Chips und moderne Funktechnologien für verschiedene Apple-Geräte entwickeln. Das Gesamtvolumen der Verpflichtungen soll mehr als 30 Milliarden Dollar erreichen; am Ende sollen über 15 Milliarden Chips US-amerikanischen Ursprungs entstehen.

Broadcom beteiligt sich am Apple American Manufacturing Program, das Apple zur Beschleunigung der Produktion in den USA gestartet hat. Die neue Vereinbarung ist die bislang größte Verpflichtung des Unternehmens im Rahmen dieser Initiative. Sie soll Broadcom helfen, das Werk in Fort Collins im US-Bundesstaat Colorado auszubauen und zu modernisieren; für Investitionen sind 1,5 Milliarden Dollar vorgesehen.

Am Standort Fort Collins wird Broadcom fortschrittliche Hochfrequenzkomponenten produzieren, darunter FBAR-Filter, sowie Lösungen für drahtlose Verbindungen. Solche Bauteile wirken sich direkt auf Verbindungsstabilität und Leistung von Apple-Geräten aus, darunter iPhone, iPad, Mac, AirPods, Apple Watch und weitere Produkte.

Apple-Chef Tim Cook erklärte, die Partnerschaft mit Broadcom helfe dabei, amerikanische Fertigung und Innovation zu stärken. Broadcom-Chef Hock Tan betonte ebenfalls, beide Unternehmen arbeiteten seit Jahrzehnten zusammen und erweiterten nun die Produktionsbasis in den USA für Technologien, die weltweit genutzt werden.

Die Investitionen sind Teil von Apples größerem Plan, 600 Milliarden Dollar über vier Jahre in die US-Wirtschaft zu investieren. Das Unternehmen will damit Produktion, Arbeitsplätze und die technologische Lieferkette im eigenen Land unterstützen.

© T. Feodor