Danny Weber
Das Remake erreichte fast 100.000 gleichzeitige Steam-Spieler und 84 Punkte auf Metacritic, während Ubisoft Barcelona Stellen strich.
Assassin’s Creed Black Flag Resynced, das Remake des Kultspiels von 2013, ist deutlich stärker gestartet als das jüngste Assassin’s Creed Shadows. Schon die Vorbestellungen deuteten auf großes Interesse hin, nach der Veröffentlichung erreichte das Spiel fast 100.000 gleichzeitige Spieler auf Steam. Zum Vergleich: Shadows kam auf einen Spitzenwert von rund 64.000 Nutzern.
Auch die Kritiker nahmen das Remake positiv auf. Black Flag Resynced erreicht bei Metacritic im Schnitt 84 Punkte – eines der besten Ergebnisse der Reihe seit Jahren. Das Original Black Flag erhielt damals 88 Punkte. Rezensenten betonen, dass sich das Spiel weiterhin wie ein starkes Piratenabenteuer in der Karibik anfühlt, während überarbeitete Story-Missionen, Nahkampf und Seeschlachten die Ideen des Originals von Ubisoft Montreal sinnvoll weiterentwickeln.
Der erfolgreiche Start bewahrte die Beschäftigten von Ubisoft Barcelona jedoch nicht vor Entlassungen. Das Studio, das ebenfalls an Black Flag Resynced beteiligt war, wurde von Kürzungen getroffen: Das Unternehmen entließ 51 Menschen. Die Belegschaft kündigte einen Streik an, doch bislang scheint dieser die Entscheidung der Führung nicht verändert zu haben.
Es ist bereits die siebte Entlassungswelle bei Ubisoft im Jahr 2026. Zuvor verlor Red Storm 105 Beschäftigte und wurde zu einem Support-Studio, Ubisoft Toronto strich 40 Stellen und Ubisoft Halifax wurde geschlossen. Massive Entertainment und Ubisoft Stockholm entließen zusammen 55 Menschen, Ubisoft Abu Dhabi weitere 29; auch die Standorte in Winnipeg und Belgrad wurden geschlossen.
Insgesamt hat Ubisoft 2026 bereits 731 Stellen abgebaut. Vor dem Hintergrund des starken Starts von Black Flag Resynced wirkt die Lage besonders bitter: Gute Verkaufszahlen und hohe Wertungen garantieren den beteiligten Teams keine Stabilität mehr.
Altersfreigabe: 18+.
© A. Krivonosov