Danny Weber
Waze startet motorradspezifische Routen, personalisierte Navigation, weniger Sprachhinweise und neue Gemini-Funktionen.
Waze erhält mehrere neue Funktionen, die die Navigation für Motorradfahrer praktischer und für Autofahrer weniger aufdringlich machen sollen. Die wichtigste Neuerung ist der Motorcycle Mode: Die App berücksichtigt nun Besonderheiten von Zweirädern, darunter Routen und Abkürzungen, die speziell für Motorräder zugänglich sein können.
Im Motorradmodus achtet Waze stärker auf Gefahren, die für Fahrer besonders unangenehm sind, etwa Schlaglöcher, Bremsschwellen, angehobene Übergänge, verengte Seitenstreifen und schmale Brücken. Die App verlässt sich dabei nicht nur auf Algorithmen: Routen und Warnungen basieren weiterhin auf der Echtzeit-Verkehrskarte und auf der Arbeit von Karteneditoren mit Erfahrung in Motorradszenarien.
Eine weitere wichtige Änderung sind personalisierte Routenempfehlungen. Waze schlägt künftig Wege auf Grundlage früherer Fahrten vor und berücksichtigt nicht nur die aktuelle Verkehrslage. Die App kann sich beispielsweise merken, ob jemand Autobahnen oder Nebenstraßen bevorzugt. Die Personalisierung lässt sich abschalten. Der neue Modus Less Chatty reduziert zudem Sprachmeldungen und beschränkt sich auf wichtige Abbiegehinweise, Warnungen und kritische Ereignisse.
Auch die Gemini-Integration wird ausgebaut. Conversational Reporting, das Waze seit 2024 testet, ermöglicht nun neben gesprochenen Verkehrsmeldungen auch Vorschläge für Kartenänderungen. Die neue Sprachsuche versteht natürlichere Anfragen und kann etwa die nächste Tankstelle mit den niedrigsten Preisen finden.
Personalisierte Routen, Less Chatty und Conversational Reporting werden weltweit für Android und iOS ausgerollt. Die Gemini-Sprachsuche startet zunächst für Teilnehmer des Waze-Betaprogramms, während Motorcycle Mode zuerst in Argentinien, Brasilien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Peru und auf den Philippinen verfügbar wird.
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