Danny Weber
Zehn Modelle von Xiaomi, Redmi und POCO erreichen den EOL-Status und erhalten keine regulären HyperOS-Updates oder Sicherheitspatches mehr.
Xiaomi hat seine offizielle Liste der Geräte ohne weiteren Support aktualisiert und zehn weitere Modelle der Marken Xiaomi, Redmi und POCO hinzugefügt. Diese Smartphones und Tablets erhalten künftig keine regulären HyperOS-Updates, Sicherheitspatches oder Fehlerkorrekturen mehr.
Für die meisten Geräte dürfte die Nachricht kaum überraschend kommen: Viele von ihnen hatten faktisch schon länger keine Updates mehr erhalten. Der offizielle EOL-Status ist dennoch wichtig. Besitzer sollten nun nicht mehr mit planmäßigen Korrekturen rechnen, selbst wenn neue Schwachstellen im System entdeckt werden. Bei Geräten, die weiterhin täglich genutzt werden, geht es damit nicht nur um fehlende Funktionen, sondern auch um Sicherheit.
Das auffälligste Modell auf der Liste ist das Xiaomi 12S Ultra. Das 2022 vorgestellte Smartphone galt dank seines Leica-Kamerasystems und des Snapdragon 8+ Gen 1 als eines der stärksten Kamera-Handys der Marke. Das teure Flaggschiff fällt nun aus dem regulären Support, obwohl Leistung und Bildqualität vielen Besitzern noch mehrere Jahre ausreichen dürften.
Die meisten betroffenen Modelle wurden in China und ausgewählten regionalen Märkten verkauft. Auch einzelne POCO- und Redmi-Versionen könnten auf bestimmte Länder beschränkt gewesen sein. Besitzer internationaler Varianten des Xiaomi 12 und verwandter Modelle sollten deshalb den Supportzeitraum ihres genauen Geräts und der jeweiligen Regional-Firmware im Xiaomi Security Center prüfen.
Einige neuere Xiaomi-Smartphones erhalten längere Supportzusagen mit bis zu sechs Jahren Sicherheitspatches und mehreren großen Android-Updates. Die konkrete Laufzeit hängt jedoch vom Modell und der Region ab, während Geräte auf der aktualisierten EOL-Liste nicht mehr unter solche Zusagen fallen.
© A. Krivonosov