Neue Steam-Geschenke: Spiele lassen sich ohne Konto kaufen

Danny Weber

Valve führt den Gastkauf für Spiele-Geschenke ein und ändert zugleich Regeln für E-Mail-Versand, Regionen und Wunschlisten.

Valve hat das Geschenksystem von Steam überarbeitet und erlaubt nun, Spiele ohne Registrierung eines Kontos zu kaufen. Bisher funktionierte der Gastkauf nur bei ausgewählten Produkten und Geschenkkarten, jetzt lässt sich damit jedes verfügbare Spiel im Store erwerben und an eine andere Person senden.

Das Geschenk kann direkt an eine E-Mail-Adresse geschickt werden. Der Empfänger muss sich bei einem bestehenden Steam-Konto anmelden oder ein neues erstellen und das Spiel anschließend seiner Bibliothek hinzufügen. Wird das Geschenk nicht innerhalb von 30 Tagen angenommen, storniert Steam den Kauf automatisch und erstattet dem Absender das Geld. Dieselbe Frist gilt auch für gewöhnliche Steam-Geschenke.

Der Versand per E-Mail ist nur möglich, wenn Käufer und Empfänger im selben Land leben. Damit soll verhindert werden, dass die neue Funktion zum Umgehen regionaler Preise genutzt wird. Außerdem lassen sich per E-Mail verschickte Geschenke nicht für ein bestimmtes Datum planen.

Gleichzeitig hat Steam den direkten Versand von Spielen in andere Regionen vereinfacht. Der Empfänger muss auf der Freundesliste des Absenders stehen, während sich der Preis nach der Region richtet, mit der sein Konto verknüpft ist. Zuvor konnte Valve internationale Geschenke sperren, wenn sich die Preise zwischen Ländern deutlich unterschieden.

Auch die Wunschlisten wurden erweitert. Nutzer können eigene Kategorien anlegen, sie separat teilen, Benachrichtigungen konfigurieren und Hinweise auf neue Demos erhalten. Ein öffentlicher Wunschlisten-Link lässt sich ohne Steam-Konto öffnen; das ausgewählte Spiel kann anschließend per Gastkauf erworben werden.

© E. Vartanyan