Qualcomm-Chips könnten nach dem 1. September deutlich teurer werden

Danny Weber

Als Grund gelten steigende Komponentenkosten. Wie stark Snapdragon-Plattformen und PC-Chips betroffen sind, ist noch offen.

Qualcomm bereitet offenbar eine Preiserhöhung im zweistelligen Prozentbereich vor. Laut Bloomberg hat das Unternehmen seine Kunden bereits informiert. Die neuen Konditionen sollen für Chips und andere Komponenten gelten, die nach dem 1. September 2026 ausgeliefert werden. Reuters konnte den Inhalt des Schreibens nicht unabhängig bestätigen.

In der Mitteilung an seine Partner soll Qualcomm die Entscheidung mit gestiegenen Komponentenkosten bei Zulieferern begründet haben. Das Unternehmen könne die zusätzlichen Ausgaben nicht länger selbst auffangen. Auch der Versuch, passende Bauteile bei anderen Herstellern zu beschaffen, habe die Preiserhöhung nicht verhindern können.

Die Folgen dürften nicht nur Snapdragon-Smartphones treffen. Qualcomm-Plattformen kommen auch in Windows-PCs, Wearables, Smart Glasses und weiteren Geräten zum Einsatz. Hersteller könnten die Mehrkosten selbst tragen, die Ausstattung künftiger Modelle reduzieren oder einen Teil an Käufer weitergeben.

Zusätzlichen Druck erzeugen Engpässe bei Speicher und anderen Halbleiterkomponenten. Produktionskapazitäten und Investitionen fließen zunehmend in Hardware für Rechenzentren und KI-Systeme. Dadurch wird die Herstellung von Unterhaltungselektronik teurer, während einige Unternehmen ihre Produktionsmengen senken müssen.

Qualcomm hat bislang nicht offengelegt, wie stark einzelne Prozessoren und Produktgruppen verteuert werden. Daher ist unklar, ob Flaggschiff-Chips der Snapdragon-Reihe, günstigere Mobilplattformen und PC-Prozessoren gleichermaßen betroffen sind. Das Unternehmen wollte den Bericht nicht kommentieren.

© B. Naumkin