Danny Weber
Eine Kaspersky-Umfrage zeigt: Viele junge Nutzer erlebten gehackte Konten oder Datenlecks, doch Virenschutz und Backups bleiben selten.
Mehr als die Hälfte der befragten Generation Z war bereits von gehackten Geräten oder Konten beziehungsweise Datenlecks betroffen. Grundlegende Schutzmaßnahmen sind unter jungen Nutzern jedoch deutlich weniger verbreitet: Nur 27% verwenden einen mobilen Virenschutz, und lediglich 28% sichern wichtige Smartphone-Daten regelmäßig. Das geht aus einer Studie von Kaspersky hervor.
Die Umfrage wurde im März 2026 unter 7.200 Menschen in 18 Ländern durchgeführt, darunter Russland, Deutschland, Frankreich, China, Indien, Brasilien und die Türkei. Demnach verbringen 57% der Gen Z mehr Zeit online als offline, während 67% das Smartphone als wichtigstes Gerät für den Internetzugang bezeichnen.
Die intensive Nutzung digitaler Dienste bedeutet nicht automatisch, dass auch praktische Sicherheitskenntnisse vorhanden sind. Zwar fühlen sich 59% in der digitalen Welt sicher, doch nur 28% halten ihre Fähigkeiten für fortgeschritten. Kaspersky betont, dass der routinierte Umgang mit Apps allein nicht ausreicht, um Phishing zu erkennen oder Passwörter sicher zu verwalten.
Die Folgen eines schwachen Schutzes zeigen sich bereits bei beliebten Diensten. 17% berichteten von gehackten Social-Media-Konten, weitere 12% verloren den Zugang zu ihren Gaming-Profilen. Zu den wertvollsten Daten auf Smartphones zählen Fotos, persönliche Dokumente, Passwörter und Anmeldedaten.
Die Studie stammt von Kaspersky, das zugleich das Bildungsprojekt Case 404 bewirbt. Das browserbasierte Cyberdetektiv-Spiel nutzt fiktive Szenarien, die auf realen Phishing-, Betrugs- und Kontoübernahme-Maschen beruhen. Das Unternehmen hofft, dass junge Nutzer digitale Gefahren im Spielformat besser erkennen lernen.
© E. Vartanyan